BMW i3: Der bayerische "Tesla-Killer" ist gelandet
Es ist offiziell: Der BMW i3 kehrt zurück, doch diesmal als ernstfeste Sportlimousine. Wo der Ur-i3 noch ein exzentrischer Stadtwagen war, tritt der neue i3 (Modelljahr 2026) das schwere Erbe der 3er-Serie an. Auf der Consumer Electronics Show und bei der offiziellen Vorstellung am Mittwoch präsentierte BMW ein Fahrzeug, das technisch neue Maßstäbe setzt. Mit einer geschätzten Reichweite von 440 Meilen (ca. 708 km) in der Launch-Version i3 50 xDrive lässt BMW die gesamte Tesla-Flotte hinter sich – inklusive des Model 3 und des Model S.
Möglich macht dies die „Neue Klasse“-Plattform. Statt klobiger Batteriemodule nutzt BMW neue Rundzellen in Cell-to-Pack-Bauweise. Die Batterie ist flacher, leichter und dient gleichzeitig als tragendes Teil des Fahrzeugbodens. Das Ergebnis ist ein „2,5-Box-Design“, das flacher baut als bisherige Elektro-SUVs und eine deutlich bessere Aerodynamik bietet.
Technik-Check: 800 Volt und eFuses
BMW verabschiedet sich beim i3 von alter Hardware. Das Bordnetz verzichtet komplett auf traditionelle Schmelzsicherungen und setzt stattdessen auf digitale eFuses. Die Ladeleistung ist mit 400 kW spektakulär und soll den Akku in deutlich unter 25 Minuten von 10 auf 80 % füllen. In den USA wird der i3 direkt mit dem NACS-Anschluss (Tesla-Standard) ausgeliefert.
| Feature | Details zum BMW i3 50 xDrive (2026) |
|---|---|
| Leistung / Drehmoment | 345 kW (463 PS) / 633 Nm |
| Reichweite (BMW-Schätzung) | 440 Meilen / ca. 708 km |
| Ladeleistung (DC) | Bis zu 400 kW (800V-System) |
| Beschleunigung 0-100 km/h | ca. 4,2 Sekunden |
| Display-System | 17,9" Central Display + Panoramic Vision |
| Besonderheit | Serienmäßiges bidirektionales Laden (V2L) |
Fahrdynamik: Der sanfteste Stopp der Welt
BMW nutzt für den Allradantrieb eine Kombination aus einer stromerregten Synchronmaschine (hinten) und einem Asynchronmotor (vorn). Diese Mischung erlaubt eine extrem präzise Steuerung der Verzögerung. BMW behauptet sogar, der i3 sei das Fahrzeug mit dem sanftesten Anhalteverhalten („Soft-Stop“), das sie je gebaut haben. Die physischen Bremsen werden im Alltag fast nur noch bei Notbremsungen benötigt.
Interieur: Kino auf der Windschutzscheibe
Im Cockpit herrscht digitaler Minimalismus. Das Panoramic Vision Display projiziert Informationen über die gesamte Breite am unteren Rand der Windschutzscheibe. Gesteuert wird das System primär über die neue Amazon Alexa+ KI-Sprachsteuerung. Ein klassischer Tacho fehlt – wer mehr will, greift zum optionalen 3D-Head-up-Display.
„Der neue i3 ist kein Elektroauto, das versucht, ein 3er zu sein. Es ist der 3er, der zeigt, wie die Zukunft des Fahrens aussieht.“ – BMW Entwicklungs-Statement.
Die Produktion im Stammwerk München startet im August 2026. Während europäische Kunden den i3 bereits ab Herbst 2026 in Empfang nehmen können, müssen sich Käufer in den USA noch bis 2027 gedulden. Die Preise stehen noch nicht final fest, dürften sich aber am Niveau des aktuellen i4 orientieren.



