Interaktiver Rechner

Stromkostenrechner mit Elektroauto

Berechne deine jährlichen Stromkosten für Haushalt und Elektroauto. Aktiviere optionale Szenarien wie PV-Anlage, Batteriespeicher oder spezielle Ladetarife und sieh sofort, wie viel du sparst.

Haushalt & Auto

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Jährliche Stromkosten

2.145,00 €

178,75 € / Monat

Kostenaufschlüsselung pro Jahr

Haushaltsstrom3.600 kWh
1.080,00 €
Laden zu Hause (Auto)2.160 kWh
648,00 €
Laden extern (Auto)540 kWh
297,00 €
Grundpreise10,00 € / Monat
120,00 €

Vergleich: Ohne vs. mit Optionen

Ohne Optionen

2.145,00 €

178,75 € / Monat

Mit Optionen

2.145,00 €

178,75 € / Monat

Kennzahlen

Gesamtverbrauch

6.300 kWh

Stromkosten pro 100 km

6,30 €

Auto-Anteil

47 %

Eff. Preis pro kWh (Auto)

0,35 €

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Strompreis, den du als Endverbraucher zahlst, besteht aus mehreren Komponenten. Nur ein Teil davon ist der eigentliche Einkaufspreis an der Strombörse. Der Rest sind Netzentgelte, Steuern, Abgaben und der Aufschlag des Anbieters.

Zusammensetzung des Strompreises

Stromerzeugung & Vertrieb~4 bis 22 ct
Netzentgelte~11 ct
Stromsteuer~2 ct
Konzessionsabgabe~1,5 bis 2,4 ct
Umlagen (§19, Offshore, KWK)~1 ct
Mehrwertsteuer (19 %)~5,7 ct
Anbieter-Marge~1 bis 3 ct

Durchschnittswerte für Deutschland

Der entscheidende Punkt: Nur der Erzeugungsanteil (~4 bis 22 ct/kWh) ist variabel und wird an der Strombörse (EPEX Spot) gehandelt. Alle anderen Bestandteile sind überwiegend fix und fallen immer an. Selbst wenn der Börsenpreis auf null fällt, bleiben rund 15 bis 17 ct/kWh an fixen Kosten bestehen.

Die einzelnen Posten erklärt

Stromerzeugung & Vertrieb

Das ist der Preis für den Strom selbst, also das, was an der Strombörse (EPEX Spot) gehandelt wird. Dieser Teil schwankt am stärksten. Scheint viel Sonne und weht viel Wind, fällt der Preis. Gibt es eine "Dunkelflaute" oder hohe Gaspreise, steigt er. Hierin stecken oft auch die Beschaffungskosten, die der Anbieter hat, um die Energie auf dem Markt für dich einzukaufen.

Netzentgelte

Das ist quasi die "Mautgebühr" für die Stromautobahnen und Landstraßen. Dieses Geld geht direkt an die Netzbetreiber. Sie nutzen es, um die Stromleitungen zu warten, das Stromnetz stabil zu halten und den Netzausbau (z. B. für die Energiewende) voranzutreiben. Die Höhe unterscheidet sich je nach Region stark.

Stromsteuer

Die Stromsteuer ist eine Bundessteuer. Sie wurde 1999 als Teil der "Ökosteuer" eingeführt, um den Energieverbrauch zu besteuern und Anreize zum Stromsparen zu schaffen. Der reguläre Satz liegt in Deutschland gesetzlich fest bei genau 2,05 ct/kWh. Mit den Einnahmen wird unter anderem die gesetzliche Rentenversicherung bezuschusst.

Konzessionsabgabe

Das ist eine Gebühr an deine Stadt oder Gemeinde. Weil die Stromnetzbetreiber ihre Kabel unter öffentlichen Straßen, Gehwegen und Plätzen verlegen müssen, verlangen die Kommunen dafür eine Art Nutzungsrecht. Je größer die Gemeinde oder Stadt, desto höher fällt diese Abgabe pro Kilowattstunde meist aus.

Umlagen (§19, Offshore, KWK)

Mit diesen gesetzlichen Umlagen werden bestimmte politische Ziele, der Netzausbau und Ausnahmeregelungen finanziert:

  • §19 StromNEV-Umlage: Sehr stromintensive Unternehmen (z. B. große Fabriken) zahlen oft geringere Netzentgelte, damit sie international wettbewerbsfähig bleiben. Diese entgangenen Einnahmen der Netzbetreiber gleichen wir alle über diese Umlage aus.
  • Offshore-Netzumlage: Damit werden die Kosten bezahlt, die entstehen, wenn große Windparks im Meer an das Stromnetz an Land angeschlossen werden.
  • KWKG-Umlage: Hierüber werden Kraftwerke gefördert, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten. Diese sind besonders effizient, weil sie gleichzeitig Strom und nutzbare Wärme (z. B. Fernwärme) erzeugen.

Mehrwertsteuer (19 %)

Auf fast alles in Deutschland wird Mehrwertsteuer erhoben, so auch auf Strom. Das Tückische beim Strompreis: Die 19 % werden auf die gesamte Summe aller vorherigen Posten (inklusive der Stromsteuer und aller Umlagen) aufgeschlagen. Du zahlst hier also faktisch eine Steuer auf Steuern.

Anbieter-Marge

Das ist der Gewinn und der Deckungsbeitrag deines Stromanbieters. Der Anbieter muss davon sein Personal, die IT, das Marketing und den Kundenservice bezahlen und möchte als Unternehmen natürlich auch Profit machen. Bei dynamischen Tarifen verzichten manche Anbieter auf diese Marge pro kWh und nehmen stattdessen eine feste monatliche Grundgebühr.

Dynamische Stromtarife: Der Preis im 15-Minuten-Takt

Bei einem dynamischen Stromtarif ist der Arbeitspreis direkt an den Börsenpreis gekoppelt. Dieser ändert sich im 15-Minuten-Takt, abhängig von Angebot und Nachfrage. Wenn viel Strom aus Wind- und Solaranlagen ins Netz fließt, sinkt der Preis, manchmal sogar auf 0 ct/kWh oder darunter. Umgekehrt steigt er, wenn die Nachfrage hoch und das Angebot knapp ist.

Typischer Börsenpreis im Tagesverlauf

Beispielhafter sonniger Tag. Preise an der EPEX Spot in ct/kWh

15 ct10 ct5 ct0 ctGünstiger Strom aus ErneuerbarenHohe Nachfrage0:006:0010:0014:0018:0024:00Viel Solarstrom im Netz → Preise sinken

Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle Stromanbieter in Deutschland mindestens einen dynamischen Stromtarif anbieten. Voraussetzung für die Nutzung ist ein Smart Meter (intelligenter Stromzähler), der den Verbrauch in 15-Minuten-Intervallen erfasst und dem jeweiligen Börsenpreis zuordnet.

So profitieren E-Auto-Besitzer und Speicher-Nutzer

Wer ein Elektroauto oder einen Batteriespeicher besitzt, hat einen entscheidenden Vorteil: Der Ladezeitpunkt ist flexibel. Das Auto muss nicht sofort geladen werden, es reicht, wenn es am nächsten Morgen voll ist. Smarte Tarife nutzen genau das aus:

E-Auto laden

Die Wallbox startet automatisch in den günstigsten 15-Minuten-Slots, typischerweise nachts oder mittags bei viel Solarstrom. So zahlst du oft deutlich weniger als den durchschnittlichen Festpreis pro kWh.

Speicher laden

Im Winter, wenn die PV-Anlage wenig liefert, wird der Heimspeicher automatisch mit günstigem Netzstrom geladen, und zwar in Zeiten mit niedrigem Börsenpreis. Im Sommer nutzt der Speicher wie gewohnt den eigenen Solarstrom.

Ab wann lohnt sich ein dynamischer Tarif?

Ein dynamischer Stromtarif lohnt sich besonders ab einem Jahresverbrauch von ca. 4.000 bis 5.000 kWh, vor allem wenn steuerbare Großverbraucher wie Wärmepumpe, E-Auto oder Batteriespeicher vorhanden sind. Je mehr Verbrauch in günstige Zeitfenster verschoben werden kann, desto größer die Ersparnis.

Ideal für dynamische Tarife

🔌

E-Auto mit Wallbox

Flexibles Laden in der Nacht

🔋

Batteriespeicher

Laden bei Niedrigpreisen

☀️

PV + Speicher

Eigenverbrauch + Smart Grid

Achtung: Preisrisiko beachten

Bei dynamischen Tarifen kann der Börsenpreis in Spitzenzeiten stark ansteigen, im Extremfall auf über 70 ct/kWh. Einige Anbieter bieten daher Preisobergrenzen oder hybride Modelle an, die das Risiko für den Verbraucher begrenzen. Prüfe vor dem Wechsel, ob dein Anbieter einen Preisdeckel oder eine Preisgarantie bietet.

So funktioniert der Rechner

Der Stromkostenrechner berechnet deine jährlichen Gesamtkosten für Strom, aufgeteilt in Haushaltsstrom und die Ladekosten deines Elektroautos. Die Besonderheit: Du kannst verschiedene Szenarien durchspielen und sofort sehen, wie sich jede Option auf deine Kosten auswirkt.

Die Optionen im Detail

Photovoltaik

Der selbst erzeugte Strom spart zuerst am Haushaltsstrom. Nur der Überschuss wird fürs Auto-Laden genutzt. Nicht verbrauchter Strom wird ins Netz eingespeist.

Spezieller Ladetarif

Viele Energieversorger bieten günstige Tarife speziell für Wallboxen an. Dieser reduzierte Preis gilt nur für das Laden des E-Autos zu Hause.

Batteriespeicher

Ein Heimspeicher kann den effektiven Strompreis für den Haushalt senken. Der eingestellte Prozentsatz gibt an, welcher Anteil des Haushaltstroms aus dem Speicher kommt.

Externes Laden

Der Anteil des Ladens unterwegs (Schnelllader, öffentliche Säulen) wird separat berechnet, typischerweise zu höheren Preisen als zu Hause.

Tipp: Realistische Werte eingeben

Ein durchschnittlicher 2-Personen-Haushalt verbraucht ca. 2.500 bis 3.000 kWh pro Jahr (ca. 250 kWh/Monat). Der aktuelle Durchschnittsstrompreis in Deutschland liegt bei ca. 0,36 €/kWh. Der reale Verbrauch eines E-Autos liegt typischerweise bei 16 bis 22 kWh/100 km, je nach Fahrzeug und Fahrstil.