Ferrari bringt Licht ins Dunkel seines ersten Elektro-Projekts: Das bisher unter dem Arbeitstitel "Elettrica" bekannte Modell wird offiziell Ferrari Luce heißen. Mit einer gewaltigen Systemleistung von 830 kW (1.129 PS) und einem Innenraum, der in Zusammenarbeit mit der Design-Schmiede LoveFrom entstanden ist, will Maranello beweisen, dass Seele und Emotion auch ohne V12-Sound funktionieren.
Ferrari Luce: Wenn Formel-1-Technik auf Design-Ikonen trifft
Der Name "Luce" (italienisch für Licht) steht für den Neuanfang einer Ära. Technisch zieht Ferrari alle Register und nutzt Know-how direkt aus der Königsklasse. Das Herzstück des Luce bilden vier permanent erregte Synchronmotoren. Während die Vorderachse 210 kW beisteuert und für maximale Effizienz komplett entkoppelt werden kann, liefert die Hinterachse brutale 620 kW. Dank Halbach-Array-Rotoren verspricht Ferrari eine Leistungsdichte, die bisherigen Serien-Stromern weit überlegen ist.
Gespeist werden die Motoren aus einer 122 kWh (brutto) starken Batterie, die dank 800-Volt-Architektur mit bis zu 350 kW lädt. Damit ist der Ferrari Luce nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch an der Ladesäule ein echtes Hypercar.
Interieur-Revolution: Jony Ive bringt das "analoge Gefühl" zurück
Die wohl größte Überraschung liefert Ferrari beim Innenraum. In enger Kooperation mit dem Kreativteam LoveFrom – angeführt vom legendären Ex-Apple-Designer Sir Jony Ive – wurde eine Designsprache entwickelt, die den Fahrer wieder ins Zentrum stellt. Statt überladener Touchscreens dominieren haptische Erlebnisse.
Das Lenkrad wirkt fast nostalgisch schlicht, kombiniert aber klassisches Aluminium mit modernsten Bedienelementen. Auffällig sind die zwei Manettinos:
- E-Manettino (links): Steuert die Leistungsabgabe in den Modi "Range" (50%), "Tour" (70%) und "Perfo" (100%).
- Fahrdynamik-Manettino (rechts): Regelt das Fahrwerk und die Traktion von "Eis" bis "Sport".
"Der Ferrari Luce nutzt die elektrische Architektur als Chance, um jedes Detail der Benutzeroberfläche zu überdenken und den Fahrer auf völlig neue Weise mit dem Fahrzeug zu verbinden." - Ferrari Statement.
Interaktives Drehmoment: Schalten ohne Getriebe?
Ein technisches Highlight ist der neue "Torque Meter". Da ein Elektroauto keine Gänge im klassischen Sinne braucht, nutzt Ferrari die Schaltpaddel am Lenkrad um, um das Drehmoment-Niveau manuell zu steuern. In Kombination mit dem regenerativen Bremsen soll so ein Fahrgefühl entstehen, das der progressiven Beschleunigung eines Verbrenners in nichts nachsteht.
Technische Daten des Ferrari Luce im Überblick
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| Antrieb | 4 E-Motoren (Allrad) |
| Systemleistung | 830 kW (1.129 PS) |
| Batteriekapazität | 122 kWh (Brutto) |
| Ladeleistung (DC) | 350 kW |
| Besonderheit | E-Manettino & Torque-Paddles |
Autonomes Fahren im Ferrari?
Ein kleines Detail auf den ersten Bildern sorgt für Gesprächsstoff: Eine dedizierte ADAS-Taste am Lenkrad. Auch wenn Ferrari das Fahren zelebriert, wird der Luce über fortschrittliche autonome Assistenzsysteme verfügen – ein Zugeständnis an den Lifestyle-Charakter des E-SUVs, der sich gegen Konkurrenten wie den Lamborghini Lanzador behaupten muss.
Fazit: Ein Ferrari für eine neue Generation
Mit dem Luce beweist Ferrari Mut zur Lücke. Die Kombination aus radikaler E-Performance und einem fast schon retro-futuristischen Innenraum könnte genau das sein, was die Marke braucht, um im Elektro-Zeitalter relevant zu bleiben. Der Name ist Programm: Ferrari bringt Licht in die Zukunft der emotionalen Elektromobilität.




