Project Arrow 2.0: Kanadas neue E-Autos Vector & Borealis

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

Project Arrow 2.0: Kanadas neue E-Autos Vector & Borealis

Kanada zeigt Muskeln: Der Zuliefererverband APMA hat auf der Toronto AutoShow 2026 mit dem Vector und dem Borealis zwei revolutionäre Elektro-Prototypen enthüllt. Unter dem Banner „Project Arrow“ beweist das Land, dass es 97 % der Wertschöpfungskette – vom KI-gestützten 3D-Druck-Chassis bis zum 1.500-km-Superakku – im eigenen Land stemmen kann. Während der Vector als sportlicher Crossover mit 650 PS glänzt, definiert der Borealis als fahrerloses Level-5-Shuttle die Mobilität von 2030 neu.

Kanada ist mehr als nur ein Produktionsstandort für US-Giganten. Mit der Vorstellung der "Phase 2.0" von Project Arrow auf der Canadian International AutoShow (CIAS) 2026 setzt der nationale Zuliefererverband APMA ein klares Zeichen für technologische Souveränität. Die beiden neuen Konzepte Vector und Borealis demonstrieren Weltklasse-Innovationen "Made in Ontario".

Project Arrow Vector: Der performante Software-Defined-Vehicle

Der Project Arrow Vector ist die konsequente Weiterentwicklung des ersten Arrow-Prototyps von 2023. Er fungiert als "Software Defined Vehicle"-Plattform (SDV) und soll zeigen, wie kanadische Technologie bereits 2028 kommerziell skaliert werden kann. Besonders beeindruckend ist die Karosserie: Das Chassis besteht aus einem KI-optimierten Mix aus Polymeren und Aluminium, der vollständig im 3D-Druckverfahren hergestellt wurde.

Merkmal Project Arrow Vector (Spezifikationen)
Leistung 650 PS (478 kW) – Allradantrieb
Reichweite ca. 550 Kilometer (WLTP-Äquivalent)
Autonomie Level 3 (Hands-off / Eyes-off)
Technologie 3D-gedrucktes Verbund-Chassis, Bio-Komposite (Hanf-Interieur)

Project Arrow Borealis: Das 1.500-km-Shuttle der Zukunft

Während der Vector eher klassische Pkw-Formen zitiert, bricht der Borealis mit allen Konventionen. Konzipiert als vollautonomes Level-5-Shuttle, verzichtet das Fahrzeug komplett auf Lenkrad und Pedale. Im Innenraum stehen sich die Passagiere an einem Tisch gegenüber – ein mobiles Wohnzimmer für die Smart City von morgen.

Technisch setzt der Borealis auf ein 3D-gedrucktes Chassis aus einer speziellen Metall-Legierung. Die Entwickler peilen eine revolutionäre Reichweite von bis zu 1.500 Kilometern an, ermöglicht durch neue Festkörper-Batterietechnologien und eine hocheffiziente Thermomanagement-Architektur, die speziell für kanadische Winter (bis -40 °C) in Oshawa getestet wurde.

„Project Arrow beweist, dass Kanada nicht auf die Zukunft wartet, sondern sie aktiv gestaltet. Mit einer Wertschöpfung von 97 Prozent im eigenen Land sind wir bereit für die Mobilität der 2030er Jahre.“ – Flavio Volpe, Präsident der APMA.

Ein Ökosystem statt einer Automarke

Wichtig für Interessenten: Project Arrow ist keine neue Automarke, die man morgen beim Händler kaufen kann. Es ist ein mobiler Showroom für über 80 kanadische Zulieferer. Ziel ist es, Technologien wie das cyber-sichere Bordnetz oder die 3D-Druck-Verfahren an globale Hersteller wie Ford, GM oder Tesla zu lizensieren. Tatsächlich haben erste lokale Firmen bereits Verträge mit US-Herstellern gewonnen, nachdem sie ihre Komponenten im Project Arrow erfolgreich validiert hatten.

Fazit: Ein nationales Statement

Kanada nutzt den Wegfall der Zölle auf chinesische E-Autos als Ansporn, um die eigene Innovationskraft zu stärken. Mit dem Vector und dem Borealis zeigt das Land, dass es die Hardware- und Software-Herausforderungen der nächsten Dekade im Alleingang lösen kann. Wer wissen will, wie E-Autos 2030 funktionieren, sollte einen genauen Blick auf die Technik aus Ontario werfen.

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