Das Tesla Model Y bleibt das Maß der Dinge in Kalifornien. Mit über 110.000 Neuzulassungen im Jahr 2025 sicherte sich der Elektro-SUV erneut den Titel als meistverkauftes Auto im „Golden State“. Doch der Schein trügt: Zum dritten Mal in Folge sinken die Gesamtverkäufe von Tesla in der Region massiv – ein Warnsignal für Elon Musk.
Einsamer Spitzenreiter: Model Y deklassiert die Konkurrenz
In Kalifornien, dem wichtigsten Automarkt der USA, führt am Model Y weiterhin kein Weg vorbei. Laut den finalen Daten der California New Car Dealers Association (CNCDA) verkaufte Tesla 110.120 Einheiten seines Bestsellers. Damit schlug das Model Y seinen schärfsten Verfolger, den Toyota RAV4, um fast 45.000 Fahrzeuge. Auch das Model 3 behauptet sich mit Rang 4 in den Top 5 der meistverkauften Modelle des Jahres 2025.
Besonders beeindruckend: Trotz eines Rückgangs der E-Auto-Förderung und politischer Kontroversen um die Marke bleibt das Model Y das einzige Fahrzeug in Kalifornien, das die 100.000er-Marke knacken konnte.
Die Kehrseite der Medaille: Tesla verliert Marktanteile
Wer nur auf die Modell-Statistik schaut, übersieht den besorgniserregenden Trend. Während Tesla als Marke 2023 noch fast 239.000 Autos in Kalifornien absetzte, fiel dieser Wert 2025 auf nur noch 179.656 Fahrzeuge. Das entspricht einem Rückgang von rund 25 Prozent innerhalb von zwei Jahren.
In der Marken-Rangliste rutschte Tesla damit auf den dritten Platz ab, überholt von Honda. Toyota festigte seine Spitzenposition mit über 322.000 Verkäufen deutlich. Der Marktanteil von Tesla am kalifornischen Gesamtwagenmarkt sank von 11,6 % (2024) auf nun 9,9 %.
Top 5 Marken in Kalifornien (Gesamtjahr 2025)
| Rang | Marke | Verkaufte Einheiten |
|---|---|---|
| 1. | Toyota | 322.068 |
| 2. | Honda | 194.343 |
| 3. | Tesla | 179.656 |
| 4. | Ford | 138.266 |
| 5. | Chevrolet | 114.125 |
Ursachenforschung: Warum schwächelt der Elektro-Pionier?
Experten sehen mehrere Gründe für die Abwärtsspirale. Ein massiver Faktor war das Ende der staatlichen Förderung von 7.500 US-Dollar durch die Trump-Administration im September 2025. Dies löste im dritten Quartal zwar noch einen kurzen Kaufrausch ("Pull-forward Effekt") aus, führte aber im vierten Quartal zu einem heftigen Absatzeinbruch.
Zudem wird das Angebot der Konkurrenz immer attraktiver. Während Tesla mit den eingestellten Modellen S und X sein Portfolio verkleinert, fluten Hersteller wie Hyundai, Kia und GM den Markt mit frischen Elektro-Alternativen. Auch die politische Positionierung von Elon Musk scheint in den liberalen Hochburgen Kaliforniens Spuren zu hinterlassen – Brand-Erosion und Vandalismus-Meldungen gegen Tesla-Fahrzeuge nahmen 2025 merklich zu.
"Tesla hat seinen Status-Faktor in Kalifornien teilweise eingebüßt. Das Auto ist vom visionären Statement zum Alltagsgegenstand geworden – und hier zählt nun knallharter Wettbewerb um Preis und Sympathie." – Branchen-Analysten zur Lage 2026.
2026: Das Schicksalsjahr für Tesla im Westen
Um dem Negativtrend entgegenzuwirken, hat Tesla bereits reagiert: Das Model Y Standard wird in den USA mittlerweile ab 39.990 Dollar angeboten. Ob Preisnachlässe allein ausreichen, um gegen die erstarkenden Hybrid-Verkäufe von Toyota und Honda zu bestehen, wird sich zeigen. Das Jahr 2026 wird für Tesla entscheiden, ob man die kalifornische Krone dauerhaft behalten kann oder ob der Zenit überschritten ist.
Fazit von Elektroquatsch: Das Model Y bleibt der König der Straße, aber das Schloss bekommt Risse. Für Tesla ist Kalifornien nicht mehr das Selbstläufer-Territorium von einst. Die Konkurrenz schließt die Lücke, und ohne neue Volumenmodelle (wie das oft versprochene "Model 2") könnte die Luft an der Spitze dünner werden.




