Tesla setzt seine Expansion in Südamerika mit Nachdruck fort. Durch eine strategische Allianz mit Copec entsteht in Chile einer der längsten zusammenhängenden Supercharger-Korridore des Kontinents. Dieses Projekt markiert einen Wendepunkt für die Elektromobilität in der Region und schließt kritische Infrastrukturlücken entlang der wichtigsten Fernstraßen.
Ein Korridor für die Langstrecke: Von La Serena bis Puerto Montt
Die geplante Route erstreckt sich über rund 1.500 Kilometer entlang des westlichen Teils von Chile. Um eine nahtlose Reise zu gewährleisten, wird etwa alle 200 Kilometer ein neuer Supercharger-Standort an bestehenden Copec-Tankstellen integriert.
- Technologie: Jeder Standort wird mit vier V3-Superchargern ausgestattet, die eine Ladeleistung von bis zu 250 kW bieten.
- Nachhaltigkeit: Der Ladestrom stammt vollständig aus erneuerbaren Quellen, bereitgestellt durch Copec Emoac.
- Zeitplan: Der Roll-out der Installationen soll schrittweise im Laufe des Jahres 2026 erfolgen.
Herausforderungen im chilenischen Markt
Obwohl das öffentliche Ladenetz in Chile zuletzt um 292 Prozent auf über 1.600 Ladepunkte angewachsen ist, gibt es noch immer große "weiße Flecken". Aktuell verfügen über 60 Prozent der Kommunen über keinerlei öffentliche Ladeinfrastruktur. Die Kooperation zwischen Tesla und Copec soll hier als Katalysator wirken.
| Eckpunkt | Details des Projekts |
|---|---|
| Gesamtlänge | ca. 1.500 km (932 Meilen) |
| Intervall | Installation alle 200 km |
| Ladeleistung | Bis zu 250 kW (V3-Generation) |
| Energiequelle | 100 % Erneuerbare Energien (Emoac) |
Mehr als nur Autos: Fokus auf Tesla Energy
Die Partnerschaft geht über den PKW-Sektor hinaus. Bereits im Januar 2026 wurde Copec Flux zum ersten zertifizierten Dienstleister für Tesla Energy in Chile ernannt. Damit ist das Unternehmen autorisiert, die großformatigen Megapack 2 XL Energiespeichersysteme zu warten und zu betreiben, was die Netzstabilität in Chile weiter unterstützen wird.
"Diese Zusammenarbeit unterstreicht unser Engagement, den Übergang zu einer saubereren Mobilität in Chile aktiv zu beschleunigen." – Arturo Natho, CEO von Copec.
Fazit: Tesla festigt Vormachtstellung in Südamerika
Mit dem Bau des 1.500 km langen Korridors macht Tesla Chile zum Vorzeigemarkt für Elektroautos in Südamerika. Die Kombination aus leistungsstarker V3-Technologie und der flächendeckenden Präsenz von Copec-Stationen dürfte die Reichweitenangst vieler chilenischer Autofahrer endgültig besiegen und den Absatz von Model 3 und Model Y massiv ankurbeln.




