Die Karten auf dem europäischen Elektro-Markt werden 2026 neu gemischt. Nachdem Xpeng Ende 2025 die Marke von 3.000 verkauften Fahrzeugen in Deutschland knackte, folgt nun der große Aufschlag. Der Clou: Xpeng produziert den G6, den G9 und den brandneuen P7+ ab sofort per SKD-Montage (Semi-Knocked-Down) bei Magna Steyr in Graz. Das „Made in Austria“-Label soll nicht nur Zölle umgehen, sondern auch die Qualität auf ein neues Level heben.
G6 & G9 Facelift: 12-Minuten-Laden dank 5C-LFP-Technik
Die wohl wichtigste Neuerung für 2026 betrifft das Herzstück der SUVs G6 und G9. Xpeng ersetzt die bisherigen Akkugenerationen durch hocheffiziente 5C-LFP-Batterien. In Kombination mit der serienmäßigen 800-Volt-Architektur katapultiert das die Ladeperformance in Regionen, die man bisher nur von sündhaft teuren Sportwagen kannte.
Während der G6 eine Spitzenleistung von 451 kW erreicht, knackt der große Bruder G9 sogar die 525-kW-Marke am Schnelllader. In der Praxis bedeutet das: Der obligatorische Stopp von 10 auf 80 % SoC dauert im Idealfall nur noch rund 12 Minuten. Damit schrumpft der Zeitvorteil von Verbrennern beim Tanken auf ein Minimum zusammen.
„Wir bringen 2026 Technologie in die Mittelklasse, die vor kurzem noch als Science-Fiction galt. 800 Volt und LFP-Chemie sind kein Widerspruch mehr, sondern unser neuer Standard.“
Xpeng Line-up 2026: Die wichtigsten Daten im Vergleich
| Modell | Segment | Max. Reichweite (WLTP) | Max. Ladeleistung | Basispreis (DE) |
|---|---|---|---|---|
| Xpeng G6 (Update) | Mittelklasse-SUV | bis zu 525 km | 451 kW | ab 43.600 € |
| Xpeng G9 (Update) | Oberklasse-SUV | bis zu 585 km | 525 kW | ab 59.600 € |
| Xpeng P7+ (Neu) | Fastback-Limo | bis zu 530 km | 466 kW | ab 46.600 € |
Xpeng P7+: Die KI-Limousine greift das Model S an
Das eigentliche Highlight des Jahres ist der P7+, der im April 2026 zu den deutschen Händlern rollt. Mit einer stattlichen Länge von 5,07 Metern und einem cw-Wert von nur 0,21 zielt der Fastback direkt auf die Business-Klasse. Das Design wurde maßgeblich mithilfe künstlicher Intelligenz optimiert, was sich nicht nur in der Aerodynamik, sondern auch im Innenraum bemerkbar macht.
Im Cockpit übernimmt eine leistungsstarke KI das Zepter: Das Infotainment lernt die Vorlieben des Fahrers, während das Xpilot 2.5 System (serienmäßig mit OTA-Updates) das assistierte Fahren auf Level 2+ im Stadtverkehr und auf Autobahnen flüssiger denn je gestaltet. Mit einem Einstiegspreis von 46.600 Euro unterbietet der P7+ den VW ID.7 um fast 8.000 Euro – bei deutlich besserer Serienausstattung inklusive Massagesitzen und Panorama-Glasdach.
Innenraum-Update: Mehr Premium, weniger Kunststoff
Kritik an der Materialanmutung hat sich Xpeng zu Herzen genommen. Die 2026er Modelle kommen mit einer komplett neu gestalteten Mittelkonsole, mehr Nappaleder-Optionen und einer verbesserten Schalldämmung. Besonders der G9 profitiert vom neuen Comfort-Paket, das ein Dynaudio-Soundsystem mit 22 Lautsprechern und ein wärmeisolierendes Panorama-Schiebedach beinhaltet.
Fazit: Der China-Schock aus der Steiermark
Xpeng macht 2026 keine Gefangenen. Die Kombination aus europäischer Fertigung bei Magna Steyr, unschlagbaren Ladezeiten und aggressiver Preispolitik setzt Tesla und die deutschen Premium-Hersteller massiv unter Druck. Wenn der Service-Ausbau (geplant sind 100 Standorte in Deutschland bis Ende 2026) mit dem Tempo der Produktentwicklung mithält, wird man Xpeng bald an jeder Ecke sehen.



