AMG-Revolution: Warum dieses E-Auto selbst V8-Fans überzeugen will
Die Performance-Schmiede aus Affalterbach steht vor ihrer größten Herausforderung: Ein Elektroauto zu bauen, das die Emotionen eines AMG V8 transportiert. Im Mai 2026 gewährt Mercedes-AMG tiefere Einblicke in das neue Flaggschiff, den AMG GT 4-Türer EV (Codename C590). Mit über 1.000 PS und einer Technik, die speziell darauf ausgelegt ist, "laut, rebellisch und mechanisch" zu wirken, will AMG die Lücke zwischen digitaler Beschleunigung und analogem Fahrgefühl schließen.
Das Besondere: AMG simuliert nicht nur Geräusche über Lautsprecher. Das Fahrzeug nutzt Resonatoren in den Sitzen, um die Vibrationen eines aufheulenden Motors direkt auf die Wirbelsäule des Fahrers zu übertragen. Sogar das charakteristische "Auspuff-Blubbern" beim Gaswegnehmen wird haptisch und akustisch so präzise nachgebildet, dass Testfahrer bereits von einer täuschend echten Erfahrung berichten.
Die Technik hinter dem Wahnsinn: Yasa Axialfluss-Motoren
Während herkömmliche E-Autos auf Radialfluss-Motoren setzen, nutzt AMG die revolutionäre Axialfluss-Technologie des britischen Partners Yasa. Diese Motoren sind flacher, leichter und deutlich leistungsstärker. In der neuen AMG.EA-Plattform kommen drei dieser Kraftpakete zum Einsatz – zwei an der Hinterachse und einer an der Vorderachse. Das ermöglicht ein extremes Torque Vectoring, das den GT zu spektakulären, rauchigen Drifts befähigt, die man sonst nur von den legendären 6.3-Liter-Modellen kennt.
| Feature | Mercedes-AMG GT EV (Prognose 2026) |
|---|---|
| Leistung | > 740 kW (1.000+ PS) / ca. 1.200 Nm |
| Plattform | AMG.EA (Dedicated High-Performance Architecture) |
| Antrieb | Tri-Motor (2x Heck, 1x Front) - Axialfluss |
| Beschleunigung (0-100) | ca. 2,2 - 2,5 Sekunden |
| Besonderheiten | V8-Sound-Simulation, Sitz-Vibrationen, Sim-Shift |
| Marktstart | Ende 2026 / Anfang 2027 |
Sim-Shift und Klangerlebnis: Das Ende der lautlosen Langeweile
Ein Hauptkritikpunkt an leistungsstarken E-Autos ist die oft klinische, lineare Beschleunigung. AMG bricht dies durch "Simulated Shifts" auf. Über Schaltwippen am Lenkrad kann der Fahrer virtuelle Gänge durchschalten. Die Software unterbricht dabei für Millisekunden den Drehmomentfluss und erzeugt einen Ruck, der an ein Doppelkupplungsgetriebe erinnert. Begleitet wird das Ganze von einem Soundprofil, das den rauen Charakter der klassischen 6.2-Liter-Saugmotoren imitiert – inklusive Fehlzündungen im Sport+-Modus.
„Performance-Autos definieren sich über das Erlebnis, nicht nur über Zahlen. Unser Ziel ist es, dass du vergisst, dass kein Tropfen Benzin im Spiel ist.“ – Frank Steffen Walliser, AMG Entwicklungschef.
Real-World-Impact: Der "Porsche Taycan Killer"?
Für den Markt bedeutet der AMG GT EV einen Frontalangriff auf den Porsche Taycan Turbo GT und das Tesla Model S Plaid. Während Tesla auf puristische Schnelligkeit setzt, positioniert sich AMG über das Charisma. Dank der 800-Volt-Architektur und einer neuen Zellchemie, die direkt aus der Formel 1 inspiriert wurde, soll der GT zudem rekordverdächtige Ladezeiten ermöglichen (über 500 kW Peak). Wer ein Auto sucht, das die brachiale Gewalt eines AMG-Verbrenners in die lautlose Zukunft rettet, findet hier ab Ende 2026 seine Antwort – zu einem erwarteten Preis von deutlich über 200.000 Euro.



