Alpine auf Erfolgskurs: Die „Dream Garage“ wird Realität
Die französische Sportwagenmarke Alpine erlebt derzeit einen historischen Aufschwung. Erstmals in der Firmengeschichte konnte die Marke mit 10.970 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2025 die prestigeträchtige 10.000er-Marke knacken – ein dreistelliges Plus, das den Erfolg der Neuausrichtung unter dem Dach der Renault Group unterstreicht. Doch das ist erst der Anfang: Mit der „futuREady“-Strategie plant CEO Philippe Krief, Alpine zur weltweit führenden Elektro-Sportwagenmarke zu formen.
Der Fokus liegt dabei auf der sogenannten „Dream Garage“. Während die kompakte Alpine A290 bereits erfolgreich debütiert hat und der Sport-Fastback A390 Anfang 2026 seine Markteinführung feiert, blicken Fans gespannt auf das Jahr 2026. Dann wird der Vorhang für den vollelektrischen Nachfolger der Ikone A110 fallen. Das Ziel ist klar: Alpine-DNA ohne Kompromisse, trotz schwerer Batterien.
Technik-Revolution: Die Alpine Performance Platform (APP)
Das Fundament für die Zukunft bildet die eigens entwickelte Alpine Performance Platform (APP). Diese innovative Aluminium-Architektur löst das größte Problem der Elektro-Sportwagen: das Gewicht. Durch moderne Klebe- und Niettechnologien kombiniert Alpine maximale Steifigkeit mit extremer Leichtigkeit. Die Plattform ist modular aufgebaut und wird neben dem klassischen Coupé auch einen Spider sowie einen 2+2-Sitzer beherbergen.
Besonders clever gelöst ist die Gewichtsverteilung. Um das markentypische 40:60-Verhältnis zu wahren, splittet Alpine das Batteriepaket auf: Ein Teil sitzt unter der Fronthaube, der andere im Heck. Dies hält den Schwerpunkt extrem tief und lässt Raum für eine flache, aerodynamische Silhouette.
| Modell | Segment | Marktstart | Highlight-Feature |
|---|---|---|---|
| Alpine A290 | Hot Hatch (B-Segment) | Ende 2024 | Overtake-Button am Lenkrad |
| Alpine A390 | Sport Fastback (C-Segment) | Anfang 2026 | Active Torque Vectoring (AATV) |
| Alpine A110 Elektro | Sport-Coupé | Präsentation Frühjahr 2026 | 800V-Architektur & APP-Leichtbau |
Fahrspaß 2.0: Torque Vectoring und Formel-1-Feeling
Um die Agilität auf ein neues Niveau zu heben, führt Alpine das "Active Torque Vectoring" (AATV) ein. Das System passt alle 10 Millisekunden die Kraftverteilung zwischen den Hinterrädern an. In Kombination mit einer tiefen, von der Formel 1 inspirierten Sitzposition und einem vertikal stehenden Lenkrad rückt der Fahrer wieder ins Zentrum des Geschehens.
Die neue Hinterachse integriert gleich zwei Elektromotoren und einen SiC-Wechselrichter für eine ultraschnelle Steuerung. Das "Gehirn" des Fahrzeugs, das Alpine Dynamic Model (ADM ECU), vernetzt dabei Batteriemanagement, Aerodynamik und Lenkung zu einer harmonischen Einheit. Alpine verspricht, dass sich der elektrische Nachfolger der A110 genauso spielerisch anfühlen wird wie das Verbrenner-Original.
"Wir wollen die besten Fahrerautos der Elektro-Ära anbieten. Die neue A110 wird der erste echte Elektro-Sportwagen sein, der Leichtigkeit und Agilität neu definiert."
Wachstum durch Exklusivität
Trotz des Expansionskurses bleibt Dieppe in der Normandie das Herz von Alpine. In der geschichtsträchtigen "Manufacture Alpine Dieppe Jean Rédélé" wird auch die elektrische Generation gefertigt. Mit einem auf 170 Händler in 25 Märkten angewachsenen Vertriebsnetz stellt sich die Marke nun global auf, um vom Geheimtipp zum ernsthaften Player im Premium-Segment aufzusteigen. Wer noch einen der letzten 1.750 Verbrenner-Exemplare der aktuellen A110 ergattern will, muss sich beeilen – die Produktion endet im Sommer 2026.



