BYD Atto 3 Evo 2026: 800V-Update, 449 PS & Frunk-Premiere

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

BYD Atto 3 Evo 2026: 800V-Update, 449 PS & Frunk-Premiere

Aus „nett“ wird „brutal“: Der BYD Atto 3 bekommt für 2026 das „Evo“-Update und lässt technisch kaum einen Stein auf dem anderen. Mit dem Wechsel auf die 800-Volt-Architektur, einer deutlich größeren Blade-Batterie und bis zu 449 PS (Allrad) mutiert das kompakte Familien-SUV zum echten Kraftpaket. Obendrauf gibt es endlich einen Frunk, Heckantrieb in der Basis und Ladezeiten, die die europäische Konkurrenz unter Zugzwang setzen.

Zeitenwende beim chinesischen Weltmarktführer: Der BYD Atto 3 war 2023 der Türöffner für die Marke in Europa. Doch was als solides Kompakt-SUV startete, bekommt für 2026 ein Upgrade, das man sonst nur von kompletten Modellwechseln kennt. Unter dem Namen "Atto 3 Evo" schickt BYD einen Technologieträger auf die Straße, der beim Laden und bei der Performance in eine neue Dimension vorstößt.

800-Volt-Revolution: Laden statt Warten

Die wichtigste Neuerung versteckt sich unter dem Blech: Der Atto 3 Evo wechselt von der 400V- auf eine hochmoderne 800-Volt-Elektroarchitektur. Damit verdoppelt BYD nahezu die maximale Ladeleistung von bisher mageren 88 kW auf stolze 220 kW. Ein Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauert damit nur noch rund 25 Minuten – ein Bestwert in dieser Fahrzeugklasse.

Parallel dazu wächst der Akku: Die bekannte Blade-Batterie (LFP) bietet nun 74,8 kWh Kapazität, was die WLTP-Reichweite auf bis zu 510 Kilometer im kombinierten Zyklus schraubt. Neu ist zudem die Integration der Zellen direkt in die Karosserie (Cell-to-Body-Technologie), was die Steifigkeit erhöht und mehr Platz im Innenraum schafft.

Vom Fronttriebler zum Performance-SUV

Fahrdynamisch vollzieht BYD eine Kehrtwende. Der bisherige Frontantrieb entfällt komplett. In der Basisversion "Design" treibt nun ein 313 PS starker Motor die Hinterachse an. Wer noch mehr Power will, greift zum "Excellence"-Modell mit Allradantrieb.

Modellvariante Antrieb Leistung 0-100 km/h
Atto 3 Evo Design Heck (RWD) 230 kW (313 PS) 5,5 s
Atto 3 Evo Excellence Allrad (AWD) 330 kW (449 PS) 3,9 s

Mehr Platz: Endlich mit Frunk

Ein häufiger Kritikpunkt am Vorgänger war der fehlende Stauraum unter der Fronthaube. Der Atto 3 Evo merzt diesen Makel aus und bietet nun einen 101 Liter großen Frunk – ideal für Ladekabel und Kleinkram. Auch der hintere Kofferraum wächst dank optimierter Plattform auf 490 Liter an. Im Innenraum weicht der klobige Gangwahlhebel einem modernen Wählschalter an der Lenksäule, was in der Mittelkonsole Platz für zwei induktive Ladeschalen schafft.

„Der Atto 3 Evo ist nicht bloß ein Facelift, sondern eine technische Neugeburt. Mit 800 Volt und Allrad-Option rückt er dem Tesla Model Y gefährlich nah auf die Pelle.“

Preise und Marktstart in Deutschland

Der BYD Atto 3 Evo ist in Deutschland bereits zu Preisen ab 44.900 Euro (Design) bzw. 50.990 Euro (Excellence) bestellbar. Die ersten Auslieferungen sind für das Frühjahr 2026 geplant. BYD unterstreicht sein Qualitätsversprechen zudem mit einer Fahrzeuggarantie von sechs Jahren und einer Batteriegarantie über acht Jahre (bis 250.000 km).

Fazit: Ein harter Brocken für die Konkurrenz

Mit dem Evo-Update bügelt BYD fast alle Schwachstellen des bisherigen Modells aus. Die Kombination aus extrem schneller Ladezeit, massiv gesteigerter Leistung und dem gewohnt verspielten, aber hochwertigen Interieur macht den Atto 3 Evo zu einem der spannendsten Angebote im Segment der kompakten Elektro-SUVs.

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