Produktion startet: Cupra Raval läutet die „Serie 0“ in Martorell ein
Das spanische Werk Martorell wird zum Epizentrum der neuen urbanen Elektromobilität im Volkswagen-Konzern. Seat- und Cupra-CEO Markus Haupt hat offiziell den Countdown für den Cupra Raval bestätigt: Die Produktion befindet sich in der sogenannten „Serie 0“. In dieser finalen Pilotphase werden alle Prozesse und Qualitätsstandards unter realen Bedingungen validiert, bevor das erste vollelektrische Modell der Marke in die reguläre Serienfertigung geht.
Der Cupra Raval ist weit mehr als nur ein neues Modell; er ist der Vorbote einer ganzen Familie von erschwinglichen Elektroautos. Während VW den ID. Polo und Skoda den Epiq ins Rennen schicken, übernimmt Cupra die Rolle des sportlichen „Rebellen“. Für die Transformation des Stammwerks wurden rund 160.000 Quadratmeter Fläche angepasst und über 1.000 neue Roboter installiert. Eine 600 Meter lange automatisierte Brücke liefert die Batterien nun direkt aus dem neuen Montagezentrum an die Fertigungslinie.
Technische Daten: Sportliche DNA trifft auf Alltagstauglichkeit
Technisch basiert der rund 4,04 Meter lange Raval auf der MEB-Small-Plattform (oft auch MEB+ genannt). Im Gegensatz zu seinen Konzerngeschwistern liegt der Raval etwa 15 Millimeter tiefer und setzt auf ein deutlich strafferes Fahrwerks-Setup. Cupra-typisch wird es verschiedene Leistungsstufen geben, wobei die Top-Version „VZ“ mit 226 PS (166 kW) und einem Frontantrieb inklusive Sperrdifferential vor allem Fahrspaß-Enthusiasten ansprechen soll.
| Spezifikation | Cupra Raval (Basis) | Cupra Raval VZ (Top) |
|---|---|---|
| Leistung | 155 kW (210 PS) | 166 kW (226 PS) |
| Batterie (Netto) | ca. 38 kWh | ca. 56 kWh |
| Reichweite (WLTP) | ca. 300 km | bis zu 450 km |
| Ladezeit (10–80%) | ca. 25 Min. (130 kW DC) | ca. 25 Min. (130 kW DC) |
| Kofferraum | ca. 380 Liter | ca. 380 Liter |
Interieur: Digitalisierung mit physischem Feedback
Im Cockpit setzt Cupra auf eine Mischung aus modernster Technik und Ergonomie. Ein geschwungenes Digital-Display und ein Augmented-Reality-Head-up-Display prägen das futuristische Design. Wichtig für viele Nutzer: Nach der Kritik an reinen Touch-Lösungen im Konzern kehrt der Raval zu physischen Bedienelementen am Lenkrad und für die Klimatisierung zurück. Das Soundsystem kommt in den Top-Varianten von Sennheiser und verspricht mit 12 Lautsprechern ein immersives Audioerlebnis.
„Martorell entwickelt sich zu einer flexiblen Fabrik, die in der Lage ist, elektrische, hybride und hocheffiziente Verbrennungsmodelle parallel zu produzieren. Der Raval ist dabei unser wichtigstes Puzzlestück für die Zukunft.“ – André Kleb, CPO Markengruppe Core.
Marktstart und Preisprognose
Der offizielle Verkaufsstart des Cupra Raval in Deutschland wird für das zweite Halbjahr 2026 erwartet. Preislich orientiert sich der sportliche Spanier an der 25.000-Euro-Marke, wobei gut ausgestattete Launch-Editionen eher bei 29.000 bis 32.000 Euro liegen dürften. Durch die aktuelle Förderung für Haushalte mit geringerem Einkommen könnte der effektive Einstiegspreis jedoch deutlich unter 20.000 Euro fallen.


