Der Rage der Woche: Kritik an der Berichterstattung
Nico Pliquett äußert scharfe Kritik an einem aktuellen Zeitungsartikel zum Tesla Model 3 Highland. Der Bericht behauptete fälschlicherweise, dass essenzielle Funktionen wie die Lautstärkeregelung nur über das Display steuerbar seien. Nico stellt klar, dass Tesla Fahrer weiterhin physische Scrollräder am Lenkrad nutzen können. Er kritisiert den fehlenden journalistischen Anspruch und die Tendenz zu reißerischen Schlagzeilen, die lediglich auf die Spaltung der Community abzielen und Fakten ignorieren, um Tesla in ein negatives Licht zu rücken.
Tesla: Massive News vom Semi bis zum FSD
Tesla dominiert die Nachrichten mit mehreren technologischen Meilensteinen. Der Tesla Semi ist nun in zwei Varianten spezifiziert: Eine Standard-Range-Version mit 523 Kilometern Reichweite für 260.000 Dollar und eine Long-Range-Version, die 805 Kilometer für 290.000 Dollar schafft. Damit bleibt Tesla preislich deutlich unter der Konkurrenz. Technisch beeindruckt der Lastwagen durch eine Effizienz von etwa 1,06 Kilowattstunden pro Kilometer.
Weitere Tesla-Updates im Überblick:
- Vehicle to Grid (V2G): Der Cybertruck kann nun offiziell als Hausspeicher fungieren. Mit seiner 123 Kilowattstunden Batterie entspricht er der Kapazität von etwa zehn Powerwalls.
- FSD-Durchbruch: Dank neuer UNECE-Standards rückt die Einführung des autonomen Fahrsystems in 50 weiteren Ländern, inklusive Deutschland, in greifbare Nähe. Ein aktueller Fall aus den USA zeigt das Potenzial: Ein Fahrer erlitt einen Herzinfarkt und wurde vom Fahrzeug autonom in ein Medical Center gesteuert.
- Automation App: Mit dem neuesten Software-Update führt Tesla komplexe Wenn-Dann-Routinen ein, die Funktionen wie die Lüftung oder die Sitzbelegung automatisieren.
Ferrari Luce: Luxus trifft Retro-Design
Ein Highlight der Folge ist der Ferrari Luce, das erste reine Elektroauto der italienischen Luxusmarke. In Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive entstand ein Interieur, das polarisiert. Statt riesiger Bildschirme setzt Ferrari auf hochwertige haptische Knöpfe und drei analog wirkende Rundinstrumente. Nico und Constantin diskutieren, ob dieser Retro-Ansatz für einen Ferrari angemessen ist oder eher an alte Braun-Produkte erinnert. Technisch spielt der Luce mit über 1000 PS und 800-Volt-Technik in der obersten Liga.
Die deutsche Industrie: BMW, Mercedes und der Fall VW
Während BMW mit dem kommenden i3 (bis zu 900 Kilometer Reichweite) und einer engen Kooperation mit Rimac für die Hochleistungsmodelle glänzt, muss Mercedes herbe Gewinnrückgänge von fast 50 Prozent hinnehmen. Ola Källenius bezeichnet 2026 als Übergangsjahr und setzt große Hoffnungen auf den elektrischen CLA.
Besonders brisant ist die Situation bei Volkswagen. Der Konzern fand überraschend 6 Milliarden Euro in der Bilanz, was jedoch auf radikale Einsparungen bei Lagerbeständen und verschobene Investitionen zurückzuführen ist. Während diese Bilanzkosmetik den Vorständen hohe Boni sicherte, wurden die Tariferhöhungen für die Belegschaft gestrichen. Parallel dazu ist die Marke Skoda mit dem Epiq am Start, der für 25.000 Euro den Massenmarkt erobern soll.
Chinesische Offensive und globale Produktion
BYD plant einen massiven Angriff auf den deutschen Markt mit 350 Verkaufsstellen und einem eigenen Ladenetzwerk, den Mega Flash Chargern, die bis zu 1000 Kilowatt Ladeleistung bieten sollen. Nio feiert derweil den 100-millionsten Batteriewechsel, muss jedoch zeitgleich einen Rückruf für fast 250.000 Fahrzeuge wegen Softwarefehlern bewältigen.
Abschließend blicken die Moderatoren auf die deutsche Produktionsstatistik. Deutschland hat sich zum zweitgrößten E-Auto-Produzenten der Welt nach China hochgearbeitet und im Jahr 2025 die USA überholt. Mit 1,22 Millionen produzierten Einheiten zeigt der Standort trotz interner Konflikte eine beeindruckende industrielle Stärke.
Infrastruktur-Update: Ionity senkt die Preise
Eine positive Nachricht für alle Langstreckenfahrer: Ionity hat die Preise gesenkt. Im Direct-Tarif fällt der Preis pro Kilowattstunde von 75 Cent auf 69 Cent. Registrierte Nutzer ohne Grundgebühr zahlen im neuen Go-Tarif sogar nur noch 66 Cent. Dies markiert eine Trendwende bei den Ladekosten im öffentlichen Raum.



