Gigantismus in der Wüste: Tesla plant Mega-Supercharger mit 400+ Stalls

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

Gigantismus in der Wüste: Tesla plant Mega-Supercharger mit 400+ Stalls

Tesla plant in Yermo, Kalifornien, den weltweit größten Supercharger-Standort. Mit über 400 Ladesäulen, einem Cracker Barrel, einem McDonald's und Hinweisen auf die erste öffentliche kabellose Ladeinfrastruktur für das Cybercab setzt das Projekt „Eddie World 2“ neue Maßstäbe für die Langstrecken-Mobilität.

Supercharger-Rekord: 400 Ladeplätze an der Route LA – Las Vegas

Tesla bereitet den Bau einer Ladeanlage vor, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. In Yermo, Kalifornien, direkt an der hochfrequentierten Interstate 15 zwischen Los Angeles und Las Vegas, soll der Supercharger-Standort „Eddie World 2“ entstehen. Die eingereichten Baupläne sehen über 400 Ladeplätze vor. Damit würde Tesla seinen eigenen Weltrekord – das Projekt „Oasis“ mit 164 Stalls – um mehr als das Doppelte übertreffen.

Strategisch ist der Ort perfekt gewählt: Die Strecke durch die Mojave-Wüste gilt als eine der meistbefahrenen Elektroauto-Routen der Welt. Besonders an Feiertagswochenenden kam es hier in der Vergangenheit oft zu Engpässen. Mit 400 neuen V4-Stalls will Tesla das Thema „Lade-Stau“ auf dieser Achse endgültig ad acta legen.

Sechs Phasen bis zur Vollausstattung

Aufgrund der gigantischen Dimensionen wird das Projekt in einem sechsstufigen Prozess realisiert. Der Fokus liegt dabei auf der neuesten Hardware-Generation, die besonders für Fahrzeuge mit hoher Bordnetzspannung wie den Cybertruck optimiert ist.

Phase Details & Hardware
Phase 1 72 V4-Stalls (bis zu 500 kW Ladeleistung)
Phasen 2 - 5 Progressive Erweiterung der Parkflächen und Stalls
Phase 6 In Planung (Potenziell Semi Megacharger & Tesla Diner)
Gastronomie Cracker Barrel (940 m²), McDonald's (400 m²)

Sensation im Bauplan: Kommt das kabellose Laden?

Ein Detail in den Blaupausen sorgt in der Community für besondere Aufregung: In der nordwestlichen Ecke des Areals (vorgesehen für Phase 2) zeigen die Zeichnungen Parkbuchten mit einer ungewöhnlichen Markierung. Experten interpretieren diese „wellenförmigen Symbole“ als die erste öffentliche Infrastruktur für induktives Laden.

Da Tesla plant, die Serienproduktion des Cybercabs noch in diesem Jahr in Texas hochzufahren, wäre Yermo der ideale Teststandort. Die Zeichnungen deuten darauf hin, dass die kabellosen Ladepads nicht komplett unterirdisch verbaut, sondern über Kabelverbindungen mit den Supercharger-Cabinets verknüpft sind – ein modularer Aufbau, der spätere Hardware-Upgrades erleichtert.

„Yermo wird mehr als nur ein Ladestopp; es wird ein kommerzielles Ziel. Mit Restaurants, Shops und potenziell kabellosem Laden für die Robotaxi-Flotte zeigt Tesla, wie die Raststätte der Zukunft aussieht.“

Infrastruktur für Gespanne

Tesla hat aus der Kritik der Vergangenheit gelernt: Der Standort wird über dedizierte „Pull-Through“-Plätze verfügen. Fahrer mit Anhängern können dort laden, ohne ihr Gespann abkoppeln zu müssen – ein Feature, das besonders für die wachsende Zahl an Cybertruck-Besitzern und künftigen elektrischen Wohnmobilen entscheidend ist.

Obwohl Phase 6 noch nicht finalisiert ist, steht bereits fest: Eddie World 2 wird das neue Aushängeschild von Tesla Energy und ein entscheidender Baustein für das Ziel, das Laden so komfortabel und schnell wie das Tanken zu machen.

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