Hongqi: Strategische Allianz in Europa
Die FAW-Marke Hongqi, die in China für ihre Staatskarossen und Luxusmodelle bekannt ist, bereitet ihren Markteinstieg in Europa vor. Um hohe Investitionen in eigene Produktionsstätten zu vermeiden und sich gegen die verschärfte europäische Handelspolitik abzusichern, führt der chinesische Hersteller seit April 2026 fortgeschrittene Gespräche mit dem Stellantis-Konzern.
Zusammenarbeit über Leapmotor
Die Verhandlungen werden durch den Elektroauto-Spezialisten Leapmotor vermittelt. Sowohl die FAW-Gruppe als auch Stellantis sind Investoren bei Leapmotor. Die Hongqi-Modelle sollen im Stellantis-Werk in Saragossa (Spanien) vom Band laufen – dort, wo ohnehin die Produktion von Leapmotor-Elektroautos für den europäischen Markt vorbereitet wird.
Ziele und Modelloffensive bis 2028
| Eigenschaft | Hongqi Europa-Pläne |
|---|---|
| Produktionsstandort (geplant) | Zaragoza, Spanien |
| Markteinführung | Ab 2026/2027 |
| Modellpalette | Über 15 Elektro- und Hybridmodelle |
| Absatzziel | 1 Million weltweite Verkäufe bis 2030 (davon 10 % in Europa/außerhalb Chinas) |
Vorteile der Kooperation
Für Hongqi bedeutet die Nutzung bestehender europäischer Stellantis-Kapazitäten einen enormen Zeit- und Kostenvorteil. Für Stellantis wiederum ist dies ein Mittel, um die Auslastung der europäischen Werke zu verbessern. Gleichzeitig kann der europäische Markt so direkt aus der EU beliefert werden, ohne dass Zölle für in China gefertigte Fahrzeuge anfallen.
"Die Nutzung von Stellantis-Kapazitäten in Europa zeigt, wie chinesische und europäische Hersteller voneinander profitieren können, um regulatorische Hürden zu meistern und schneller zu skalieren."



