Zeitenwende im März 2026: Elektroautos ziehen an Benzinern vorbei
Die deutsche Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) für den März 2026 offenbart eine Sensation: Erstmals wurden in einem Einzelmonat mehr reine Elektroautos (70.663) als klassische Benziner (66.959) neu zugelassen. Getrieben durch hohe Spritpreise und die neue E-Auto-Prämie der Bundesregierung, wuchs das Segment der batterieelektrischen Fahrzeuge (BEV) im Vergleich zum Vorjahr um beeindruckende 66,2 Prozent.
Insgesamt wurden im März 294.161 Pkw neu zugelassen (+16,0 %). Während die elektrifizierten Antriebe boomen, verlieren die fossilen Brennstoffe weiter an Boden. Benziner kommen nur noch auf einen Marktanteil von 22,8 Prozent, Diesel sinken auf 12,8 Prozent. Unangefochten an der Spitze stehen jedoch weiterhin die Hybride, die mit über 117.000 Fahrzeugen fast 40 Prozent des Gesamtmarktes ausmachen.
Gewinner und Verlierer der Marken-Statistik
Besonders dynamisch entwickelten sich im März einige Importmarken und spezialisierte E-Auto-Hersteller. Tesla meldete sich nach einem schwächeren Jahresstart mit einem Plus von 315 Prozent eindrucksvoll zurück. Auch chinesische Newcomer wie BYD (+327 %) und Leapmotor (+318 %) verzeichneten dreistellige Zuwachsraten. Bei den deutschen Marken stach Smart mit einer Steigerung von fast 190 Prozent hervor.
"Der März 2026 ist der drittstärkste Monat für Elektroautos in der deutschen Geschichte. Fast jeder vierte Neuwagen fährt mittlerweile rein elektrisch."
CO2-Ausstoß sinkt auf Rekordwert
Die starke Zunahme der Stromer wirkt sich unmittelbar auf die Klimabilanz der Neuwagenflotte aus. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der im März neu zugelassenen Pkw sank laut KBA-Daten auf 100,1 g/km. Damit nähert sich der deutsche Markt zügig der magischen 100-Gramm-Grenze.
Zulassungszahlen März 2026 im Überblick
| Antriebsart | Neuzulassungen | Veränderung vs. Vorjahr | Marktanteil |
|---|---|---|---|
| Elektro (BEV) | 70.663 | + 66,2 % | 24,0 % |
| Hybrid (gesamt) | 117.846 | + 16,2 % | 40,1 % |
| Plug-in-Hybrid | 29.996 | + 13,0 % | 10,2 % |
| Benzin | 66.959 | - 4,9 % | 22,8 % |
| Diesel | 37.664 | - 0,6 % | 12,8 % |
Ausblick: Der Elroq-Effekt
Branchenexperten erwarten für das zweite Quartal 2026 weiteren Rückenwind. Vor allem der neue Skoda Elroq hat sich bereits im März als eines der meistgefragten Modelle etabliert (Platz 2 hinter dem VW-Gesamtmarktanteil). Mit der Verfügbarkeit weiterer kompakter E-Modelle wie dem VW ID.2 und dem Skoda Epiq in der zweiten Jahreshälfte könnte der Anteil der Verbrenner bis Jahresende dauerhaft unter die 20-Prozent-Marke fallen.



