Kia EV3 AWD: Power-Upgrade für den kompakten Stromer
Kia macht beim EV3 zum Modelljahr 2027 ernst und bringt die lang erwartete Allrad-Variante auf die Straße. Mit einer Systemleistung von 195 kW (265 PS) verwandelt sich das kompakte Elektro-SUV in einen echten Allrounder, der nicht nur beim Ampelstart, sondern auch als Zugpferd überzeugt. Die Auslieferungen der neuen Modelle sollen bereits im Juli 2026 starten.
Antrieb und Performance: Zwei Motoren für mehr Grip
Das neue AWD-System kombiniert den bekannten 150-kW-Motor an der Vorderachse mit einem zusätzlichen 45-kW-Aggregat im Heck. Das Gesamtdrehmoment von 385 Nm katapultiert den EV3 in 6,6 Sekunden auf Tempo 100 – ein deutlicher Vorsprung gegenüber der Frontantriebs-Version (7,9 Sek.). Gekoppelt ist der Allradantrieb immer an die große 81,4-kWh-Batterie, die trotz der Mehrleistung eine beachtliche Reichweite von bis zu 572 Kilometern nach WLTP ermöglicht.
Schneller laden mit 22 kW: Schluss mit langen Wartezeiten
Eine der wichtigsten Neuerungen für den Alltag ist der optionale 22-kW-On-Board-Charger. Während viele Konkurrenten in diesem Segment weiterhin bei 11 kW stagnieren, halbiert Kia die Ladezeit an Wechselstrom-Quellen nahezu. Die große Batterie ist damit in knapp vier Stunden wieder voll einsatzbereit. Am DC-Schnelllader (CCS) bleibt es bei der soliden Performance: In rund 30 Minuten lädt der EV3 von 10 auf 80 Prozent.
| Spezifikation | EV3 FWD (Standard) | EV3 AWD (Neu 2027) |
|---|---|---|
| Systemleistung | 150 kW (204 PS) | 195 kW (265 PS) |
| Drehmoment | 283 Nm | 385 Nm |
| 0-100 km/h | 7,5 - 7,9 Sek. | 6,6 Sek. |
| Batterie (Netto) | 58,3 / 81,4 kWh | 81,4 kWh |
| Reichweite (WLTP) | bis zu 605 km | bis zu 572 km |
| Anhängelast (gebremst) | 1.000 kg | 1.500 kg |
Real-World-Impact: Ein echtes Zugpferd
Besonders praktisch: Durch den Allradantrieb steigt die gebremste Anhängelast auf 1,5 Tonnen. Damit rückt der EV3 in den Fokus von Campern oder Pferdebesitzern, für die kompakte E-Autos bisher oft unzureichend waren. Dank der V2L-Funktion (Vehicle-to-Load) können zudem elektrische Geräte wie Kaffeemaschinen oder E-Bikes direkt über die Fahrzeugbatterie mit bis zu 3,6 kW versorgt werden.
"Mit dem Allradantrieb und der 22-kW-Ladeoption beseitigt Kia zwei der letzten Kritikpunkte im kompakten Segment. Der EV3 wird so vom Stadtauto zum vollwertigen Erstwagen für aktive Familien."
Preise und Ausstattung: Beständigkeit im Einstieg
Trotz der Upgrades hält Kia den Einstiegspreis für das Basismodell (Air, 58,3 kWh) stabil bei 35.990 Euro. Wer den Allradantrieb möchte, muss mindestens zur Ausstattungslinie Earth AWD greifen, die bei 46.880 Euro startet. Die sportliche GT-Line AWD markiert mit 51.190 Euro die aktuelle Spitze des Portfolios, bietet dafür aber auch Features wie das Harman/Kardon Soundsystem und ein Batterievorheizsystem serienmäßig.
Ausblick: Der EV3 GT steht in den Startlöchern
Für alle, denen 195 kW noch nicht reichen, hat Kia bereits ein weiteres Highlight angekündigt: Der EV3 GT wird das Performance-Topmodell der Baureihe. Erste Daten deuten auf einen Sprintwert von unter sechs Sekunden hin. Details zum Marktstart und den exakten Leistungsdaten der GT-Version sollen in Kürze folgen.



