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Lyten statt Northvolt: US-Batterie-Riese plant 1.000 Jobs in Heide ab 2028

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

22. März 2026·2 Min. Lesezeit
Lyten statt Northvolt: US-Batterie-Riese plant 1.000 Jobs in Heide ab 2028

Nach dem Aus von Northvolt übernimmt der US-Hersteller Lyten das erschlossene Areal in Heide (Schleswig-Holstein). CEO Dan Cook präsentierte der Landesregierung konkrete Pläne: Ab 2028 sollen Batteriezellen für E-Autos, Verteidigung und Energiespeicher produziert werden. Mit 1.000 geplanten Arbeitsplätzen fällt das Projekt zwar kleiner aus als das ursprüngliche Northvolt-Vorhaben, erweitert den Standort aber um Rechenzentren und Batteriespeicher-Systeme.

"Wir sind nicht Northvolt": Lyten bringt die Batteriezukunft zurück nach Heide

Das Bangen um den Batteriestandort Heide hat ein Ende, wenn auch in kleinerem Maßstab als ursprünglich gehofft. Nach der Insolvenz des schwedischen Pioniers Northvolt übernimmt nun der US-Batteriespezialist Lyten das bereits erschlossene Gelände in Schleswig-Holstein. Lyten-CEO Dan Cook stellte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch die offizielle Roadmap vor. Ab 2028 sollen in Heide wieder Batteriezellen vom Band rollen – ein wichtiges Signal für die deutsche Energiewende.

Lyten plant am Standort deutlich diversifizierter als sein Vorgänger. Neben der klassischen Zellfertigung für die Elektromobilität sollen in Heide auch stationäre Energiespeicher und Rechenzentren entstehen. „Wir planen Batterien für eine Vielzahl von Anwendungen, darunter Verteidigung, stationäre Speicherung und Mobilität“, betonte Cook in Kiel.

Fakten-Check: Das neue Projekt in Heide

Merkmal Details zum Lyten-Standort Heide (ab 2026/2028)
Baubeginn Geplant für das Jahr 2027
Produktionsstart Vorgesehen für 2028
Arbeitsplätze Ca. 1.000 Stellen (Northvolt plante ursprünglich 3.000)
Produktspektrum Batteriezellen, Heimspeicher, Industriegroßspeicher, Rechenzentren
Technologie Lithium-Schwefel-Zellen (Lyten-Spezialität)

Politische Rückendeckung und offene Finanzfragen

Ministerpräsident Daniel Günther begrüßte den Zeitplan ausdrücklich, verwies jedoch darauf, dass noch wichtige Detailfragen mit der Bundesregierung und der KfW geklärt werden müssen. Da Lyten die deutsche Tochtergesellschaft von Northvolt übernommen hat, geht es nun vor allem um die Übertragung und Anpassung der ursprünglichen Förderbescheide. Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz wird hier gefordert sein, die Rahmenbedingungen für die US-Investition schnellstmöglich zu finalisieren.

Besonders die Kombination aus Batteriefertigung und Rechenzentren gilt als strategisch klug, da die Abwärme der Serverzentren theoretisch für die energieintensive Zellproduktion genutzt werden kann – ein Effizienz-Vorteil, den Northvolt so nicht vorgesehen hatte.

  • Sicherheit: Lyten setzt verstärkt auf den Bereich Verteidigung (Defense), was in der aktuellen weltpolitischen Lage stabile Abnahmekapazitäten verspricht.
  • Infrastruktur: Das Gelände in Heide ist bereits weitgehend erschlossen, was den Baustart im nächsten Jahr begünstigt.
  • Technologie-Shift: Lyten ist bekannt für seine Lithium-Schwefel-Technologie, die ohne Nickel, Kobalt und Mangan auskommt und damit unabhängiger von kritischen Rohstoffen macht.
„Heide bleibt das Herz der deutschen Batterie-Offensive. Mit Lyten gewinnen wir einen Partner, der Stabilität durch technologische Breite verspricht.“ – Daniel Günther, Ministerpräsident Schleswig-Holstein.
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