Polestar 2 Nachfolger: Evolution einer Ikone für 2027
Seit seinem Marktstart im Jahr 2020 hat der Polestar 2 die schwedisch-chinesische Marke weltweit bekannt gemacht. Über 180.000 Einheiten rollen mittlerweile über die Straßen. Doch für das Jahr 2027 plant Polestar den großen Generationswechsel. Wie CEO Michael Lohscheller und der neue Designchef Philipp Römers (ehemals VW-Gruppe) nun durchblicken ließen, wird der Nachfolger keine radikale Revolution, sondern eine gezielte Perfektionierung des aktuellen Konzepts – mit deutlichen Änderungen an Proportionen und Auftritt.
Die markanteste Änderung betrifft die Karosserieform: Der aktuelle Polestar 2 ist für seine ungewöhnlich hohe Sitzposition bekannt. Damit ist künftig Schluss. Die neue Generation wird deutlich flacher und sportlicher auf der Straße stehen. Zudem wächst die Limousine um etwa zehn Zentimeter in der Länge, um einen der Hauptkritikpunkte der Kunden zu lösen: das knappe Platzangebot im Fond.
Design: „The Beast“ als Inspiration
Designchef Philipp Römers setzt auf eine aggressive, aerodynamisch optimierte Linienführung. Die Front wird durch die neuen „Dual-Blade“-Scheinwerfer geprägt, die bereits von den Modellen Polestar 3 und 4 bekannt sind. Ein besonderes technisches Detail wird die sogenannte „SmartZone“ oder „Brücke“ sein – ein Aero-Element über der Fahrzeugnase, das den Luftstrom über die Motorhaube leitet und so die Effizienz steigert.
| Feature | Aktueller Polestar 2 | Neue Generation (2027) |
|---|---|---|
| Karosserietyp | Hochgelegter Crossover-Stufenheck | Flache Sportlimousine |
| Länge | 4,61 Meter | ca. 4,71 Meter (+10 cm) |
| Design-Elemente | Thor’s Hammer Scheinwerfer | Dual-Blade-Signatur & Aero-Brücke |
| Cockpit-Fokus | Zentraler Hochkant-Screen | Fahrerorientiert, mehr physische Schalter |
| Plattform | CMA (Volvo/Geely) | SDV-fähige Geely-Plattform (Next Gen) |
Als optisches Vorbild dient unter anderem das 2022 vorgestellte Sondermodell „The Beast“. Dessen aggressives Bodykit und das tiefergelegte Fahrwerk sollen die künftige Marken-DNA definieren: Weg vom unterkühlten Minimalismus, hin zu sichtbarer Performance.
Interieur: Mehr Menschlichkeit, weniger Grau
Auch im Innenraum kündigt sich eine Trendwende an. Das Cockpit wird künftig stärker zum Piloten geneigt sein, um das sportliche Fahrgefühl zu unterstreichen. Interessant ist Römers' Abkehr von der reinen Touch-Bedienung: Der neue Polestar 2 soll wieder mehr haptische Schalter erhalten. Zudem sollen wärmere Farben und eine „menschlichere“ Benutzeroberfläche die bisher vorherrschenden Grautöne ablösen.
„Kunden haben uns gesagt, dass sie sich mehr Platz im Fond wünschen. Das neue Auto behält die guten Eigenschaften des Originals bei und optimiert alles, was bisher nicht ideal gelöst war.“ – Michael Lohscheller, CEO Polestar.
Technik: Die Basis für das Software-Defined Vehicle
Technisch nutzt der neue Polestar 2 eine hochmoderne Architektur des Geely-Konzerns, die speziell für „Software-Defined Vehicles“ (SDV) entwickelt wurde. Diese Plattform wird auch die Basis für den Polestar 7 bilden, der ab 2028 in Europa produziert werden soll. Mit verbesserter Batterietechnologie und deutlich gesteigerter Reichweite will Polestar den Anschluss an die Spitze im Segment der Premium-Mittelklasse halten.



