Polestar: Entkopplung von Wachstum und CO₂-Ausstoß geglückt
Der schwedische Elektroautohersteller Polestar beweist mit dem veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht, dass wirtschaftliches Wachstum und effektiver Klimaschutz kein Widerspruch sein müssen. Seit 2020 konnte das Unternehmen die Treibhausgasemissionen pro verkauftem Fahrzeug um 31 Prozent verringern, obwohl sich die jährlichen Verkäufe im selben Zeitraum auf über 60.000 Einheiten mehr als versechsfacht haben.
Strategie der Nachhaltigkeit: Lieferkette im Fokus
Die Reduktion der Emissionen ist das Ergebnis einer ganzheitlichen Strategie entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Da vor allem die Batterieproduktion und die Rohstoffgewinnung zu den größten CO₂-Treibern gehören, setzt Polestar auf folgende Hebel:
- Erneuerbare Energien: Verstärkter Einsatz von grünem Strom in der Batterie- und Fahrzeugproduktion.
- Materialinnovationen: Größerer Anteil von kohlenstoffarmen und recycelten Materialien wie recyceltem Aluminium.
- Modellmix: Der rasante Hochlauf des Polestar 4, dem bislang emissionsärmsten Fahrzeug der Marke.
Klimaziele auf dem Prüfstand
| Kennzahl | Entwicklung seit 2020 | Zielsetzung für 2030 / 2040 |
|---|---|---|
| Emissionen pro verkauftem Fahrzeug | -30,9 % | Halbierung bis 2030 |
| Jährliche Absatzzahlen | > 60.000 (Versechsfachung) | Stetiges Wachstum in 28 Märkten |
| Klimaneutralität | Laufend | Klimaneutralität über gesamte Wertschöpfungskette bis 2040 |
"Wenn man Emissionen, während man wächst, nicht reduziert, ist dies eine bewusste Entscheidung dagegen." – Michael Lohscheller, CEO Polestar
Der Hebel in der Nutzungsphase
Die Klimabilanz eines Elektroautos steht und fällt mit der Ladestrategie. In Europa, dem Hauptabsatzmarkt von Polestar, treibt der Ausbau erneuerbarer Energien im Strommix die Dekarbonisierung während der Nutzungsphase voran. Darüber hinaus leistet das Projekt „Polestar 0“ Pionierarbeit, um bis 2035 das erste vollständig klimaneutrale Auto ohne Ausgleichszahlungen zu bauen.
