Renaissance in Schweden: Polestars Roadmap bis 2028 steht
Polestar-Chef Michael Lohscheller macht ernst: Nach einem turbulenten Jahr 2025 schaltet die schwedische Elektro-Marke jetzt auf Angriff. Mit einer massiven Modelloffensive, dem Ausbau des Händlernetzes um 30 % und dem strategischen Schwenk zur Produktion in Europa will Polestar bis Ende 2028 endgültig aus dem Schatten von Volvo treten. Besonders spannend: Ein neuer "Kombi" und das erste Europa-Modell der Marke stehen fest.
Die Strategie ist klar: Weg von der reinen Online-Nische, hin zum volumenstarken Premium-Player. Lohscheller, der Erfahrung von Opel und VinFast mitbringt, setzt auf eine "Renaissance der Händler" und ein hybrides Vertriebsmodell. Das Ziel: Den Marktanteil in Europa durch neue Segmente von aktuell 25 % auf stolze 60 % der BEV-Nachfrage zu steigern.
Der Zeitplan: Vier Highlights in drei Jahren
Den Anfang macht der Polestar 5. Der über fünf Meter lange Grand Tourer, der als "Marke auf Rädern" fungiert, wird bereits ab Sommer 2026 ausgeliefert. Er zielt direkt auf das Herz von Porsche Taycan und Audi e-tron GT. Doch die echten Stückzahlen sollen andere Modelle liefern:
- Polestar 4 "Kombi-Variante" (2026): Noch Ende dieses Jahres wird eine neue Version des Bestsellers präsentiert. Insider erwarten einen sportlichen Shooting Brake, der besonders europäische Dienstwagenfahrer ansprechen soll. Die Auslieferung startet Ende 2026.
- Polestar 2 Nachfolger (2027): Die Ikone wird komplett neu erfunden. Mit rund 4,80 Metern Länge wächst sie deutlich und wechselt voraussichtlich auf eine moderne 800-Volt-Architektur (SPA3), was Ladezeiten von unter 15 Minuten ermöglichen soll.
- Polestar 7 (2028): Das bisher wichtigste Modell für den Massenmarkt. Als kompaktes Premium-SUV besetzt er das größte E-Auto-Segment Europas.
"Made in Europe": Der Polestar 7 kommt aus der Slowakei
Ein strategischer Meilenstein ist der Produktionsort des Polestar 7. Um Zöllen zu entgehen und die Lieferwege zu verkürzen, wird das Modell ab 2028 im neuen Volvo-Werk in Košice (Slowakei) gefertigt. Technisch nutzt der "7er" die Cell-to-Body-Technologie, bei der die Batteriezellen direkt in die Fahrzeugstruktur integriert werden, was Platz spart und die Effizienz steigert.
"Wir dringen in Rekordzeit in hochattraktive Segmente vor. Mit dem Polestar 7 bieten wir ein progressives Performance-Angebot zu einem wettbewerbsfähigen Preis an." – Michael Lohscheller, CEO Polestar
Modell-Check: Die Polestar-Zukunft im Überblick
| Modell | Segment | Marktstart | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Polestar 5 | Luxus GT | Sommer 2026 | 884 PS (Top-Spec), 800V-System |
| Polestar 4 (Neu) | Kombi / SUV | Ende 2026 | Mehr Nutzwert für Flottenkunden |
| Polestar 2 (Gen. 2) | Premium Limousine | Anfang 2027 | Komplette Neuentwicklung, ~650 km Reichweite |
| Polestar 7 | Kompakt-SUV | 2028 | Produktion in Europa (Slowakei) |
Polestar bleibt seiner Linie treu: Keine Hybride, keine Range Extender – die Zukunft ist rein elektrisch. Mit dem Polestar 5 als Flaggschiff und dem Polestar 7 als Volumenmodell positioniert sich die Marke endlich als ernstzunehmende Alternative zu den deutschen Premium-Herstellern.



