Polestar will weg vom reinen Lifestyle-Image und hin zur echten Performance. Nach einem Jahr mit Rekordabsätzen, aber auch Herausforderungen im volatilen E-Auto-Markt, setzt der Hersteller nun auf eine sportlichere Identität, um sich gegen die deutsche Konkurrenz zu behaupten.
Fokus auf Fahrspaß: Polestar wird zum "Beast"
Laut Polestar-Chef Michael Lohscheller liegt die Zukunft der Marke in einer verstärkten Konzentration auf Leistung und Überlegenheit auf der Rennstrecke. Das bereits etablierte Kürzel BST (für Beast), das bisher nur für limitierte Kleinserien des Polestar 2 genutzt wurde, soll künftig auf mehr Modelle ausgeweitet werden.
Was die neuen Performance-Modelle auszeichnen soll:
- Fahrdynamik: Tiefergelegte und deutlich straffere Fahrwerke für präziseres Handling.
- Hardware-Upgrades: Leistungsfähigere Bremsanlagen sowie optimierte Rad-Reifen-Kombinationen.
- Power-Plus: Während bisherige BST-Modelle primär fahrwerksseitig optimiert waren, wird für die Zukunft auch eine deutliche Leistungssteigerung erwartet.
Angriff auf die Platzhirsche: Polestar 2-Nachfolger und Polestar 5
Besonders spannend wird es im kommenden Jahr: Der Polestar 2 erhält einen direkten Nachfolger, der kein Crossover sein wird und als idealer Kandidat für eine aggressive BST-Version gilt. Dieser soll die kommenden elektrischen M-Modelle des BMW i3 sowie die AMG-Varianten der elektrischen Mercedes C-Klasse herausfordern.
| Modell | Zielgruppe / Wettbewerber | Status |
|---|---|---|
| Polestar 5 | Porsche Taycan, Tesla Model S | Marktstart 2026 erwartet |
| Polestar 2 Nachfolger | BMW i3 (M), Mercedes C-Klasse (AMG) | Angekündigt für 2027 |
| Polestar 6 (BST Concept) | High-End Sportwagen / Track-Tools | Konzeptstudie |
„Wir wollen uns mehr auf die Leistung konzentrieren, weil wir dort noch besser werden können – auf der Strecke, bei der Beschleunigung, aber auch darin, anderen überlegen zu sein.“ — Michael Lohscheller, CEO von Polestar
Fazit: Vier neue Modelle in drei Jahren
Polestar befindet sich am Anfang seiner bisher größten Modelloffensive. Mit vier neuen Fahrzeugen in den nächsten drei Jahren will die Marke eine Hierarchie sportlicher Versionen etablieren, die in extremen, streckentauglichen Top-Modellen gipfelt. Ob dieser Fokus auf "Hardcore-Performance" ausreicht, um sich dauerhaft gegen Porsche und Co. durchzusetzen, wird die nahe Zukunft zeigen.



