Rivian optimiert Kapazitätsplanung für das Werk in Georgia
Im Rahmen der ersten Quartalszahlen 2026 hat das amerikanische EV-Startup Rivian eine wesentliche strategische Neuausrichtung für seine geplante Fabrik in Stanton Springs North, Georgia, vorgestellt. Anstatt der ursprünglich in zwei Bauabschnitten (Phasen) geplanten Kapazität von jeweils 200.000 Fahrzeugen, hat sich Rivian dazu entschlossen, den ersten Bauabschnitt direkt auf 300.000 Einheiten jährlich zu erweitern. Damit sollen die Stückkosten gesenkt und die Skalierung der Mittelklasse-Plattform vorangetrieben werden.
Umfassende Produktionsplanung ab 2028
Das neue Werk soll vor allem die Modelle R2 und R3 sowie in einer Kooperation bis zu 50.000 Robotaxis für den Partner Uber fertigen. Mit der neuen Kapazitätsstruktur plant Rivian, zusammen mit dem Werk in Normal (Illinois, 155.000 Einheiten), ein jährliches Gesamtvolumen von rund 515.000 Fahrzeugen zu erreichen, was als entscheidende Marke für die operative Profitabilität gilt.
Eckdaten zur Werks- und Kreditstruktur
| Standort | Normal, Illinois | Stanton Springs, Georgia |
|---|---|---|
| Jährliche Kapazität | ca. 155.000 Einheiten (R2) | 300.000 Einheiten |
| Produktionsstart | Laufend (Frühjahr 2026) | Ende 2028 |
| Finanzierung | Eigenkapital | Bis zu 4,5 Mrd. Dollar (DOE-Darlehen) |
| Fokusmodelle | R1T, R1S, EDV, R2 | R2, R3, Uber-Robotaxi |
Strukturelle Anpassung der DOE-Finanzierung
Der staatliche Kreditrahmen des US-Energieministeriums (Department of Energy, DOE) wurde im Zuge der Umplanung von 6,6 Milliarden US-Dollar auf 4,5 Milliarden US-Dollar angepasst. Der Abruf der ersten Tranche des Kredits ist nun für Anfang 2027 geplant. Der Bau der Hauptgebäude, einschließlich des Presswerks, soll noch in diesem Sommer beschleunigt fortgesetzt werden.
"Der R2 erweitert unsere Marktchancen erheblich. Die Tausenden von engagierten Mitarbeitern, die bald in unserem Werk in Georgia arbeiten werden, spielen eine entscheidende Rolle für unser Wachstum, während wir die amerikanische Produktion ausbauen." – RJ Scaringe, CEO Rivian.



