Die Strategie steht: Skoda konzentriert sich auf die Marge statt auf den minimalen Preis. Während die Konzernmutter VW mit dem ID.1 (dem geistigen Nachfolger des e-up!) das Segment unter 20.000 Euro angreifen will, bleibt Skoda bei seinem Einstiegsmodell Epiq stehen. Das Ziel: Jedes produzierte Auto muss profitabel sein.
"Keine Möglichkeit zur Rentabilität"
Im Gespräch mit Branchenmedien am 5. Februar 2026 untermauerte Martin Jahn, Skoda-Vorstand für Vertrieb und Marketing, die Haltung der Marke. Trotz der Skaleneffekte innerhalb des Volkswagen-Konzerns sieht Skoda aktuell keine Chance, einen elektrischen Kleinstwagen (Segment A) so zu bepreisen, dass er für das Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll ist.
Damit orientiert sich Skoda klar an einer "Value-for-Money"-Strategie im kompakten Segment, statt in den ruinösen Preiskampf der Kleinstwagen einzusteigen, in dem chinesische Hersteller wie BYD oder Leapmotor massiv Druck ausüben.
Epiq bleibt das elektrische Einstiegsmodell
Wer einen günstigen Elektro-Skoda sucht, muss also bis zum Release des Skoda Epiq warten. Das kompakte SUV (Modelljahr 2026) wird die Rolle des günstigsten Stromers im Portfolio übernehmen und das Segment des aktuellen Fabia/Kamiq elektrifizieren.
| Feature | Skoda Epiq (2026) | VW ID.1 (Geplant 2027) |
|---|---|---|
| Segment | B-SUV (Kompakt) | A-Segment (Kleinstwagen) |
| Zielpreis | ca. 25.000 € | unter 20.000 € |
| Reichweite (WLTP) | bis zu 425 km | ca. 250 - 300 km |
| Skoda-Pendant? | - | Abgesagt |
Lücke im Portfolio: Was passiert mit Citigo-Fans?
Für Fans des legendären Citigo e iV ist dies eine bittere Nachricht. Der Kleinstwagen war aufgrund seiner kompakten Maße und des fairen Preises ein Liebling der Stadtfahrer. Skoda setzt stattdessen darauf, den Epiq durch clevere Raumausnutzung (490 Liter Kofferraum bei nur 4,10m Länge) so attraktiv zu machen, dass er auch für bisherige Kleinstwagen-Käufer eine Option wird – wenn auch zu einem höheren Preis.
„Wir sehen derzeit keine Möglichkeit, ein kleineres Elektroauto als den Epiq rentabel zu produzieren. Unsere Pläne konzentrieren sich voll auf das Segment ab 25.000 Euro.“ – Martin Jahn, Skoda Vertriebsvorstand.
Fazit von Elektroquatsch
Skoda bleibt sich treu: Qualität und Platz haben ihren Preis. Die Entscheidung, den ID.1-Baukasten nicht zu nutzen, zeigt, dass die Tschechen innerhalb des Konzerns mehr Eigenständigkeit und Profitabilität anstreben. Für preisbewusste Käufer bedeutet das: Wer weniger als 20.000 Euro ausgeben will, muss künftig bei Volkswagen, Renault (neuer Twingo) oder den chinesischen Marken schauen. Der "tschechische Volksstromer" startet 2026 erst eine Etage höher.




