VW Elektroantriebe: 5 Millionen Einheiten & Details zum neuen APP290

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

VW Elektroantriebe: 5 Millionen Einheiten & Details zum neuen APP290

Volkswagen feiert im Februar 2026 ein beeindruckendes Jubiläum: Weltweit wurden fünf Millionen Elektroantriebe im Konzernverbund produziert. Während der hocheffiziente APP550 (u. a. im ID.7) die Eine-Million-Marke durchbricht, steht die nächste Revolution bereits in den Startlöchern. In Kassel und Martorell läuft die Produktion des neuen APP290 an – dem technologischen Herzstück für die lang ersehnten Elektro-Kleinwagen wie den ID. Polo, Skoda Epiq und Cupra Raval, die ab Frühjahr 2026 den Massenmarkt erobern sollen.

Volkswagen festigt seine Position als globaler Gigant der Elektromobilität. Mit fünf Millionen produzierten E-Antriebseinheiten in den Werken Kassel, Győr, Tianjin und Zuffenhausen beweist der Konzern, dass die Skalierung der E-Plattformen Früchte trägt. Doch der Blick richtet sich bereits auf die "Electric Urban Car Family", die ab April 2026 das Segment der bezahlbaren E-Autos neu definieren wird.

Meilenstein APP550: Der Effizienz-König

Ein wesentlicher Treiber für den Erfolg ist die Antriebseinheit APP550. Allein im Werk Kassel wurde bereits die einmillionste Einheit dieses Typs gefertigt. Der Antrieb, der in Modellen wie dem VW ID.7, dem Cupra Tavascan und dem Skoda Enyaq zum Einsatz kommt, markiert einen technologischen Sprung: Im Vergleich zum Vorgänger stieg das Drehmoment auf 560 Nm (+75 %), während die Effizienz um 20 % verbessert wurde. Dies ermöglicht reale Reichweiten von über 700 Kilometern in der Oberklasse.

Vorschau 2026: Der neue APP290 für die Kleinwagen-Offensive

Die nächste große Welle rollt im Kompaktsegment an. Mit dem APP290 bringt VW erstmals Siliciumcarbid-Halbleiter (SiC) in die Volumenklasse. Dieses Material sorgt im Pulswechselrichter (dem "Gehirn" des Antriebs) für deutlich geringere Energieverluste beim Umwandeln des Batteriestroms. Der Antrieb wird das Herzstück der neuen 25.000-Euro-Klasse sein.

Merkmal APP550 (Mittel-/Oberklasse) APP290 (Kleinwagen-Klasse)
Max. Leistung bis zu 240 kW (326 PS) 85 kW bis 166 kW (226 PS)
Max. Drehmoment 560 Nm ca. 290 Nm
Kühlung Kombinierte Wasser-/Öl-Kühlung Wassermantel-Kühlung (kosteneffizient)
Halbleiter (Inverter) IGBT / SiC (je nach Modell) Native Siliciumcarbid (SiC) Technik
Einsatz in... ID.7, ID. Buzz, Enyaq, Tavascan ID. Polo, ID. Cross, Skoda Epiq, Cupra Raval

E-Auto-Fahrplan 2026: Die Termine stehen fest

Für Kunden wird es ab dem Frühjahr spannend. Der Cupra Raval macht im Februar den Anfang, gefolgt vom VW ID. Polo (Bestellstart April 2026). Der Skoda Epiq wird im ersten Halbjahr offiziell präsentiert. Diese Modelle nutzen die neue MEB Entry Plattform mit Frontantrieb, was mehr Platz im Kofferraum schafft. In Kombination mit dem APP290-Antrieb und einer 56-kWh-Batterie sind Reichweiten von bis zu 450 Kilometern geplant – ein Bestwert in dieser Preisklasse.

„Fünf Millionen E-Antriebe sind ein Beleg für unsere industrielle Stärke. Mit dem APP290 und der Eigenentwicklung von Pulswechselrichtern machen wir uns nun unabhängig von Zulieferern und senken die Kosten für die nächste Generation massiv.“ – Thomas Schmall, Konzernvorstand Technik.

Fazit: Die Wende zur Masse

Volkswagen hat die Phase der teuren Pionierarbeit hinter sich gelassen. Durch die Bündelung der Entwicklung in Kassel und die Skalierung über alle Konzernmarken hinweg ist Wolfsburg nun bereit für den Preiskampf. Wenn der ID. Polo und seine Geschwister 2026 wie geplant einschlagen, wird der nächste Meilenstein von 10 Millionen Antrieben deutlich schneller erreicht sein.

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