Skoda Enyaq Facelift 2026: Modernes Design zum alten Preis

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

Skoda Enyaq Facelift 2026: Modernes Design zum alten Preis

Skoda schärft sein elektrisches Flaggschiff nach: Der Enyaq erhält für das Modelljahr 2026 ein Facelift, das ihn optisch an den neuen Elroq angleicht. Trotz frischem „Tech-Deck“-Gesicht, mehr Power und verbesserter Software bleibt Skoda beim Preis überraschend stabil. Wir haben die Details zum tschechischen Bestseller, der mit dem neuen „Modern Solid“-Design nun deutlich dynamischer vorfährt.

Der Skoda Enyaq ist mit über 250.000 verkauften Einheiten ein echter Erfolgsgarant. Um gegen die erstarkte Konkurrenz von Tesla und Hyundai zu bestehen, spendieren die Tschechen ihrem Volumenmodell nun ein umfassendes Update. Das Beste daran: Der Einstiegspreis bleibt trotz technischer Aufwertung stabil bei 44.400 Euro.

„Modern Solid“: Das neue Gesicht des Enyaq

Die auffälligste Änderung findet an der Front statt. Der klassische Kühlergrill weicht dem sogenannten „Tech-Deck-Face“. Diese hochglanzschwarze Fläche beherbergt die Sensoren für die Assistenzsysteme und sorgt für einen minimalistischen, fast schon futuristischen Look. Zusammen mit den neuen, flacheren LED-Matrix-Scheinwerfern wirkt der Enyaq nun deutlich breiter und präsenter auf der Straße.

Besonders schick: Das markante „Crystal Face“ (der beleuchtete Grill) wurde überarbeitet und ist nun enger mit der neuen Lichtgrafik der Scheinwerfer verzahnt. Am Heck bleibt Skoda konservativer und setzt primär auf aerodynamische Optimierungen wie neue „Air-Curtains“, um den cW-Wert weiter zu drücken.

Mehr Power, mehr Reichweite

Unter der Haube hat sich ebenfalls einiges getan. Während der Enyaq 60 nun auf 150 kW (204 PS) kommt, leisten die Modelle 85 und 85x souveräne 210 kW (286 PS). Das sorgt nicht nur für bessere Beschleunigungswerte, sondern dank optimiertem Batteriemanagement auch für stabilere Reichweiten im Winter.

Modell Leistung Batterie (Netto) Reichweite (WLTP)
Enyaq 60 150 kW (204 PS) 59 kWh bis zu 437 km
Enyaq 85 210 kW (286 PS) 77 kWh bis zu 586 km
Enyaq 85x (Allrad) 210 kW (286 PS) 77 kWh bis zu 549 km
Enyaq RS 250 kW (340 PS) 79 kWh bis zu 556 km

Interieur: Sanfte Evolution statt Revolution

Im Cockpit zeigt sich Skoda zurückhaltend. Die bewährte Ergonomie bleibt erhalten, jedoch zieht die neueste Software-Generation (Version 5.0) ein. Das 13-Zoll-Infotainment reagiert nun spürbar flüssiger, und die Sprachassistentin „Laura“ versteht natürliche Befehle deutlich besser. Neu im Programm ist die Lackierung Olibo-Grün und zusätzliche nachhaltige Materialien für die „Design Selections“ im Innenraum.

Die Ladeleistung bleibt mit bis zu 175 kW (beim 85x und RS) auf einem guten Niveau. Eine Ladung von 10 auf 80 % dauert unter idealen Bedingungen etwa 28 Minuten. Praktisch: Die Batterievorkonditionierung lässt sich nun auch manuell per Knopfdruck starten, falls die automatische Routenplanung einmal nicht genutzt wird.

„Skoda hat den Enyaq nicht neu erfunden, aber genau an den richtigen Stellen modernisiert. Dass der Preis stabil bleibt, ist in Zeiten steigender Kosten ein starkes Signal an die Kunden.“

Fazit von Elektroquatsch

Das Facelift 2026 macht den Skoda Enyaq fit für die nächsten Jahre. Er bleibt der vernünftige, geräumige Allrounder, sieht nun aber deutlich frischer aus. Besonders die Version 85 mit fast 600 km Reichweite ist ein echtes Langstrecken-Monster. Wer ein SUV mit viel Platz (bis zu 1.710 Liter Kofferraum) und solider Technik sucht, kommt am Enyaq weiterhin kaum vorbei.

Artikel teilen

Bleib auf dem Laufenden

Erhalte die neuesten Artikel direkt in dein Postfach. Kein Spam, nur ElektroQuatsch.

Kommentare

Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Ähnliche Artikel

VW Elektroantriebe: 5 Millionen Einheiten & Details zum neuen APP290
VWSkoda

VW Elektroantriebe: 5 Millionen Einheiten & Details zum neuen APP290

Volkswagen feiert im Februar 2026 ein beeindruckendes Jubiläum: Weltweit wurden fünf Millionen Elektroantriebe im Konzernverbund produziert. Während der hocheffiziente APP550 (u. a. im ID.7) die Eine-Million-Marke durchbricht, steht die nächste Revolution bereits in den Startlöchern. In Kassel und Martorell läuft die Produktion des neuen APP290 an – dem technologischen Herzstück für die lang ersehnten Elektro-Kleinwagen wie den ID. Polo, Skoda Epiq und Cupra Raval, die ab Frühjahr 2026 den Massenmarkt erobern sollen.