Der Skoda Enyaq ist mit über 250.000 verkauften Einheiten ein echter Erfolgsgarant. Um gegen die erstarkte Konkurrenz von Tesla und Hyundai zu bestehen, spendieren die Tschechen ihrem Volumenmodell nun ein umfassendes Update. Das Beste daran: Der Einstiegspreis bleibt trotz technischer Aufwertung stabil bei 44.400 Euro.
„Modern Solid“: Das neue Gesicht des Enyaq
Die auffälligste Änderung findet an der Front statt. Der klassische Kühlergrill weicht dem sogenannten „Tech-Deck-Face“. Diese hochglanzschwarze Fläche beherbergt die Sensoren für die Assistenzsysteme und sorgt für einen minimalistischen, fast schon futuristischen Look. Zusammen mit den neuen, flacheren LED-Matrix-Scheinwerfern wirkt der Enyaq nun deutlich breiter und präsenter auf der Straße.
Besonders schick: Das markante „Crystal Face“ (der beleuchtete Grill) wurde überarbeitet und ist nun enger mit der neuen Lichtgrafik der Scheinwerfer verzahnt. Am Heck bleibt Skoda konservativer und setzt primär auf aerodynamische Optimierungen wie neue „Air-Curtains“, um den cW-Wert weiter zu drücken.
Mehr Power, mehr Reichweite
Unter der Haube hat sich ebenfalls einiges getan. Während der Enyaq 60 nun auf 150 kW (204 PS) kommt, leisten die Modelle 85 und 85x souveräne 210 kW (286 PS). Das sorgt nicht nur für bessere Beschleunigungswerte, sondern dank optimiertem Batteriemanagement auch für stabilere Reichweiten im Winter.
| Modell | Leistung | Batterie (Netto) | Reichweite (WLTP) |
|---|---|---|---|
| Enyaq 60 | 150 kW (204 PS) | 59 kWh | bis zu 437 km |
| Enyaq 85 | 210 kW (286 PS) | 77 kWh | bis zu 586 km |
| Enyaq 85x (Allrad) | 210 kW (286 PS) | 77 kWh | bis zu 549 km |
| Enyaq RS | 250 kW (340 PS) | 79 kWh | bis zu 556 km |
Interieur: Sanfte Evolution statt Revolution
Im Cockpit zeigt sich Skoda zurückhaltend. Die bewährte Ergonomie bleibt erhalten, jedoch zieht die neueste Software-Generation (Version 5.0) ein. Das 13-Zoll-Infotainment reagiert nun spürbar flüssiger, und die Sprachassistentin „Laura“ versteht natürliche Befehle deutlich besser. Neu im Programm ist die Lackierung Olibo-Grün und zusätzliche nachhaltige Materialien für die „Design Selections“ im Innenraum.
Die Ladeleistung bleibt mit bis zu 175 kW (beim 85x und RS) auf einem guten Niveau. Eine Ladung von 10 auf 80 % dauert unter idealen Bedingungen etwa 28 Minuten. Praktisch: Die Batterievorkonditionierung lässt sich nun auch manuell per Knopfdruck starten, falls die automatische Routenplanung einmal nicht genutzt wird.
„Skoda hat den Enyaq nicht neu erfunden, aber genau an den richtigen Stellen modernisiert. Dass der Preis stabil bleibt, ist in Zeiten steigender Kosten ein starkes Signal an die Kunden.“
Fazit von Elektroquatsch
Das Facelift 2026 macht den Skoda Enyaq fit für die nächsten Jahre. Er bleibt der vernünftige, geräumige Allrounder, sieht nun aber deutlich frischer aus. Besonders die Version 85 mit fast 600 km Reichweite ist ein echtes Langstrecken-Monster. Wer ein SUV mit viel Platz (bis zu 1.710 Liter Kofferraum) und solider Technik sucht, kommt am Enyaq weiterhin kaum vorbei.




