Skoda bläst zur Attacke auf das 25.000-Euro-Segment: Während die Konkurrenz noch an Prototypen tüftelt, nimmt der Skoda Epiq für seinen Marktstart Mitte 2026 konkrete Formen an. Doch neue Details aus den ersten Vorserien-Testfahrten sorgen für Diskussionsstoff – besonders in der Fahrgastzelle müssen sich Kunden auf eine überraschende digitale Diät einstellen.
Display-Diät: Purismus statt Monitor-Landschaft
Wer beim Epiq ein volldigitales Cockpit im Stil eines Enyaq erwartet hat, muss jetzt stark sein. Insider-Berichte von den ersten Testfahrten im Februar 2026 bestätigen: Skoda spendiert dem Epiq serienmäßig lediglich ein 5,3-Zoll-Instrumentendisplay. Damit ist die Anzeige kaum größer als ein modernes Smartphone und entspricht exakt der Größe aus dem VW ID.3.
Diese Entscheidung ist ein klarer Strategiewechsel: Während Konzernbrüder wie der VW ID. Polo und der ID. Cross auf 11-Zoll-Monitore setzen, setzt Skoda auf Kostenersparnis, um den Kampfpreis von rund 25.000 Euro zu halten. Immerhin: Das zentrale Infotainment-System bleibt mit voraussichtlich 13 Zoll angenehm groß und sorgt für die nötige Konnektivität.
„Der Epiq ist kein Show-Car für Bildschirm-Junkies, sondern ein echtes Nutzfahrzeug für die elektrische Ära.“
Raumwunder: Mehr Platz als im VW ID.3
Obwohl der Skoda Epiq mit 4,17 Metern Länge deutlich kompakter ist als ein ID.3, schlägt er ihn dort, wo es für Familien zählt: beim Stauraum. Dank der MEB+-Plattform und dem cleveren Frontantriebs-Layout (MEB Entry) bietet der Epiq ein Kofferraumvolumen von 475 Litern. Zum Vergleich: Der deutlich längere ID.3 kommt nur auf 385 Liter. Damit qualifiziert sich der Epiq als echtes Erstfahrzeug für Kleinfamilien.
Antriebe und Akkus: Die technischen Daten im Überblick
Skoda bedient sich aus dem neuen Konzernregal für Elektro-Kleinwagen. Je nach Budget können Käufer zwischen günstiger LFP-Chemie (Lithium-Eisenphosphat) für die Stadt und leistungsstarken NMC-Akkus für die Langstrecke wählen:
| Modellvariante | Leistung | Batterie (Netto) | Reichweite (WLTP) |
|---|---|---|---|
| Epiq 35 (LFP) | 85 kW (115 PS) | 37 kWh | ca. 315 km |
| Epiq 40 (LFP) | 99 kW (135 PS) | 37 kWh | ca. 315 km |
| Epiq 55 (NMC) | 155 kW (211 PS) | 52 kWh | ca. 430 km |
Fahrwerk und Bremsen: Hochwertiger als erwartet
Trotz des Rotstifts beim Display gibt sich Skoda beim Fahrwerk keine Blöße. Interessanterweise verfügt der Epiq rundum über Scheibenbremsen – ein Feature, das beim größeren Enyaq und sogar beim VW ID.4 an der Hinterachse oft vermisst wird (dort sind Trommelbremsen Standard).
Die Federung setzt auf eine klassische MacPherson-Vorderachse und eine Verbundlenker-Hinterachse. Das spart zwar Platz und Kosten im Vergleich zu einer Mehrlenkerachse, sorgt laut ersten Fahrberichten aber dennoch für einen souveränen Abrollkomfort und eine gute Schalldämmung, die weit über dem Niveau aktueller Kleinwagen liegt.
Fazit: Der Kamiq-Nachfolger für die Steckdose
Der Skoda Epiq (2026) ist die konsequente Weiterentwicklung der Marken-Philosophie. Wer auf riesige Tachometer-Displays verzichten kann und stattdessen Wert auf echte Nutzbarkeit, bidirektionales Laden und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis legt, findet hier ab Mitte 2026 sein ideales Match. Die offizielle Weltpremiere im Mai 2026 wird zeigen, ob Skoda den Einstiegspreis von 25.000 Euro stabil halten kann.




