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Autostudie 2026: E-Auto-Akzeptanz steigt trotz Förder-Skepsis

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

29. März 2026·2 Min. Lesezeit
Autostudie 2026: E-Auto-Akzeptanz steigt trotz Förder-Skepsis

Die jährliche Targobank-Autostudie zeigt eine Trendwende: Elektroautos verdrängen erstmals Hybride von Platz 2 der beliebtesten Antriebsarten. Während 34 % der Verbrenner-Fahrer einen Umstieg planen, bleibt die Mehrheit der Deutschen skeptisch gegenüber der Preispolitik der Hersteller und fordert massivere Investitionen in Ladeinfrastruktur und Batterietechnik.

Trendwende auf dem Automarkt: Elektro überholt Hybrid

Die Karten auf dem deutschen Automarkt werden neu gemischt. Laut der aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Targobank ist die Akzeptanz für reine Elektroautos (BEV) auf einen neuen Höchststand geklettert. Mit 21 Prozent klettert der Elektroantrieb erstmals auf den zweiten Platz der Beliebtheitsskala und lässt damit Hybrid-Modelle (19 %) hinter sich. Zwar bleibt der klassische Benziner mit 29 Prozent Spitzenreiter, verliert aber im Vergleich zum Vorjahr spürbar an Boden.

Besonders interessant für den Handel: Die Wechselbereitschaft ist so hoch wie nie zuvor. Rund 34 Prozent der aktuellen Diesel- und Benziner-Fahrer geben an, beim nächsten Fahrzeugkauf auf einen alternativen Antrieb umsteigen zu wollen. Die Zahl der Unentschlossenen sinkt parallel dazu kontinuierlich, was auf eine zunehmende Marktreife und ein besseres Informationsangebot hindeutet.

Förderung unter der Lupe: 6.000 Euro sind vielen zu wenig

Trotz der seit Januar 2026 geltenden neuen staatlichen Kaufprämie von bis zu 6.000 Euro bleibt die Stimmung der Verbraucher ambivalent. Zwar sieht gut die Hälfte der Befragten darin einen echten Kaufanreiz, doch die Mehrheit (53 %) hält die Fördersumme angesichts der hohen Listenpreise für zu niedrig. Zudem herrscht tiefes Misstrauen gegenüber der Preisgestaltung der Automobilkonzerne.

Ein Großteil der Deutschen (71 %) befürchtet, dass die staatlichen Subventionen keine echte Entlastung bringen, sondern lediglich die Verkaufspreise der Hersteller künstlich in die Höhe treiben. Als größte Hürden für den Umstieg gelten nach wie vor die Anschaffungskosten (64 %) und die Reichweitenangst (60 %), auch wenn diese Bedenken im Vergleich zu 2025 leicht abgenommen haben.

Targobank Autostudie 2026: Wünsche an die Politik
Maßnahme / Forderung Zustimmung in %
Ausbau der Ladeinfrastruktur 79 %
Investitionen in Batterietechnologie 77 %
Förderung der E-Fuels-Entwicklung 71 %
Tempolimit auf Autobahnen 57 %
Staatliche Kaufprämie für E-Autos 54 %

Kritik an Digitalisierung und Abo-Modellen

Während die deutsche Automobilindustrie technologisch unter Druck steht, blicken 65 Prozent der Befragten skeptisch in die Zukunft der Branche. Als Hauptgründe werden die starke internationale Konkurrenz und schwierige politische Rahmenbedingungen genannt. Ein klares Nein erteilen die Deutschen zudem der zunehmenden "Monetarisierung" von Fahrzeugfunktionen.

"Satte 82 Prozent der Autofahrer lehnen es ab, bereits verbaute Hardware-Features wie die Sitzheizung erst nachträglich gegen eine Abo-Gebühr oder Einmalzahlung freischalten zu müssen."

Immerhin: Als Arbeitgeber-Benefit hat sich die Elektromobilität fest etabliert. Kostenloses Laden am Arbeitsplatz ist für 80 Prozent der Erwerbstätigen ein hochattraktives Angebot. Unternehmen, die den privaten Umstieg auf E-Mobilität durch Zuschüsse für Wallboxen fördern, können bei über der Hälfte der Arbeitnehmer punkten.

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