Tesla macht einen gewaltigen Schritt in Richtung Personalisierung. Mit dem kommenden Software-Update 2025.45.32.1 führt der Elektro-Pionier eine native „Automations“-App ein. Was bisher oft nur über komplexe Drittanbieter-Apps oder API-Workarounds möglich war, lässt sich nun direkt über den Touchscreen im Fahrzeug programmieren: Intelligente Abläufe nach dem „Wenn-Dann“-Prinzip.
Das IFTTT-Prinzip für deinen Tesla
Die neue App funktioniert wie eine vereinfachte Scripting-Engine. Nutzer können spezifische Trigger (Ereignisse) definieren, die unter bestimmten Bedingungen eine automatisierte Aktion auslösen. Tesla nutzt hierfür eine klassische drei-stufige Logik:
- Ereignis (Event): Ein Auslöser tritt ein (z. B. "Fahrertür wird geöffnet").
- Bedingung (Condition): Ein Status muss erfüllt sein (z. B. "Handy liegt auf der Ladeschale").
- Aktion (Action): Das Auto führt etwas aus (z. B. Sprachansage: "Handy nicht vergessen!").
Beispiele für individuelle Automatisierungen
Die Möglichkeiten scheinen nahezu grenzenlos. Basierend auf den ersten Informationen aus dem Beta-Test für Mitarbeiter lassen sich diverse Szenarien konfigurieren:
| Trigger-Ereignis | Bedingung | Automatisierte Aktion |
|---|---|---|
| Einlegen von "Parken" (P) | Nach Sonnenuntergang | Aktiviere Ambientebeleuchtung in Blau |
| Öffnen der Fahrertür | Fahrer erkannt | Starte spezifische Playlist oder App |
| Aktivierung von FSD | Autobahnfahrt | Stelle Sitzheizung auf Stufe 1 |
Rollout: China zuerst, Europa folgt
Die Automations-App ist Teil des großen "Lunar New Year"-Updates für den chinesischen Markt, das am 17. Februar 2026 erscheint. Wie bereits bei den 3D-Supercharger-Karten oder anderen Software-Features üblich, wird erwartet, dass Tesla diese Funktionen nach einer kurzen Testphase weltweit ausrollt. Für europäische und nordamerikanische Nutzer ist ein Release im Rahmen der regulären 2026er Software-Updates hochwahrscheinlich.
"Mit dieser App macht Tesla den Nutzer zum Entwickler seiner eigenen Micro-Features. Das Fahrzeug passt sich dem Menschen an, nicht umgekehrt."
Fazit: Maximale Kontrolle ohne Drittanbieter
Die native Einbindung von Automatisierungen ist ein Segen für Power-User. Die Notwendigkeit für OBD-Port-Hardware oder Cloud-basierte Drittanbieter-Dienste sinkt drastisch. Tesla beweist einmal mehr, dass die Software-Hoheit im Fahrzeug der Schlüssel für ein überlegenes Nutzererlebnis im Jahr 2026 ist.



