Tesla baut größten Supercharger der Welt: 400 Stalls in Yermo

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

Tesla baut größten Supercharger der Welt: 400 Stalls in Yermo

Tesla setzt neue Maßstäbe in der Ladeinfrastruktur und plant in Yermo, Kalifornien, den weltweit größten Supercharger-Standort mit insgesamt 400 Ladesäulen. Direkt an der hochfrequentierten Route zwischen Los Angeles und Las Vegas gelegen, wird der Mega-Hub mit modernster V4-Technologie ausgestattet und in sechs Bauphasen realisiert.

Laderekord in der Wüste: Tesla plant 400-Stall-Supercharger in Kalifornien

Tesla bereitet den Bau der mit Abstand größten Schnellladestation der Welt vor. Im kalifornischen Yermo, tief in der Mojave-Wüste, soll ein gigantischer Ladepark mit insgesamt 400 Ladeplätzen entstehen. Damit stellt das Unternehmen seinen bisherigen Rekordhalter, den "Oasis"-Supercharger mit 164 Stalls, weit in den Schatten. Das Projekt ist die Antwort auf das massiv steigende Aufkommen von Elektrofahrzeugen auf einer der meistbefahrenen Strecken der USA.

Der Standort liegt strategisch perfekt an der Interstate 15, der Hauptschlagader zwischen Los Angeles und Las Vegas. Jedes Jahr nutzen Millionen von Reisenden diese Route, was besonders an Feiertagen oder bei Großevents in Las Vegas regelmäßig zu Überlastungen der bisherigen Infrastruktur in der nahegelegenen Stadt Barstow führte. Der neue Mega-Hub in Yermo soll diese Engpässe endgültig beseitigen.

V6-Phasen-Plan und modernste V4-Technik

Der Bau des Giganten erfolgt im Rahmen des kommerziellen Erschließungsprojekts "Eddie World 2" und ist in sechs Phasen unterteilt. Bereits im Jahr 2026 soll der erste Spatenstich für Phase 1 erfolgen, die den Aufbau von 72 Ladesäulen vorsieht. Tesla setzt dabei konsequent auf die neueste V4-Supercharger-Generation.

Eigenschaft Details zum Projekt Yermo
Anzahl Ladesäulen 400 Stalls (Gesamtausbau)
Technologie Tesla V4 Supercharger
Standort Yermo, CA (Interstate 15)
Baubeginn Phase 1 2026 (72 Stalls)
Besonderheit NACS-Kompatibilität für Fremdfahrzeuge

Zukunftssicher durch V4-Standard

Die Entscheidung für V4-Hardware ist ein zentraler Baustein von Teslas Strategie, das Ladenetzwerk für alle Elektroautos zu öffnen. Dank längerer Ladekabel und aktualisierter Hardware können Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller problemlos laden, unabhängig davon, wo sich deren Ladeanschluss befindet. Dies ist besonders wichtig, da Tesla seinen North American Charging Standard (NACS) zunehmend als Industriestandard etabliert.

"Mit 400 Stalls fungiert der Standort in Yermo nicht mehr nur als einfache Ladestation, sondern als moderner Energie-Hub, der einem traditionellen Autobahn-Rasthof in nichts nachsteht – nur eben konsequent elektrisch."

Mehr als nur Strom: Das Umfeld

Um die Ladezeit für Reisende so angenehm wie möglich zu gestalten, wird der Supercharger-Park in einen großzügigen Einzelhandelskomplex integriert. Geplant sind diverse Restaurants, Cafés und Convenience-Stores. Tesla orientiert sich hier am Modell der großen Service-Plazas, um dem hohen Verkehrsaufkommen und den Bedürfnissen von Langstreckenfahrern gerecht zu werden.

Der Mega-Standort in Yermo markiert einen Wendepunkt in der Skalierung von Ladeinfrastruktur. Er zeigt deutlich, dass Tesla die Ära der kleinen 8- bis 12-Stall-Stationen hinter sich lässt und auf massive Hubs setzt, die dem Durchsatz herkömmlicher Tankstellen in nichts nachstehen. Aktuelle Updates zum weltweiten Netzausbau finden Nutzer wie gewohnt in der Tesla App.

Artikel teilen

Bleib auf dem Laufenden

Erhalte die neuesten Artikel direkt in dein Postfach. Kein Spam, nur ElektroQuatsch.

Kommentare

Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Ähnliche Artikel