Tesla Dashcam Update: Bis zu 24 Stunden Video-Speicher

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

Tesla Dashcam Update: Bis zu 24 Stunden Video-Speicher

Endlich Schluss mit der 60-Minuten-Dauerschleife: Tesla bohrt seine Dashcam-Funktion massiv auf. Mit dem neuesten Software-Update (zuerst in China gesichtet) führt der Elektro-Pionier eine dynamische Speicherverwaltung ein, die das Videomaterial bei entsprechendem USB-Speicher bis zu 24 Stunden lang vorhält – ein riesiger Gewinn für die Sicherheit und Unfallrekonstruktion.

Bisher war nach exakt 60 Minuten Schluss: Wer vergessen hatte, eine brenzlige Situation per Tastendruck oder Hupen manuell zu sichern, verlor das Videomaterial unwiderruflich an die automatische Überschreib-Funktion. Damit räumt Tesla nun endlich auf.

Dynamische Speicherung: Dein USB-Stick bestimmt das Limit

Die größte Neuerung des aktuellen Software-Updates 2026 ist die Abkehr vom starren Ein-Stunden-Limit. Tesla führt eine dynamische Aufzeichnungsdauer ein. Das System erkennt nun automatisch, wie viel Kapazität der angeschlossene Datenträger bietet, und passt den Puffer für die „Recent Clips“ (letzte Aufnahmen) entsprechend an.

Besitzer von großen SSDs werden damit endlich für ihre Hardware-Investition belohnt. Während der standardmäßig mitgelieferte 128-GB-Stick die Speicherdauer immerhin auf drei Stunden verdreifacht, schöpfen 1-TB-Festplatten das volle Potenzial aus.

USB-Speichergröße Neue Dashcam-Speicherdauer Altes Limit
128 GB ca. 3 Stunden 1 Stunde
256 GB ca. 6 Stunden 1 Stunde
512 GB ca. 12 Stunden 1 Stunde
1 TB oder mehr Bis zu 24 Stunden 1 Stunde

Warum kommt das Update erst jetzt?

In der Vergangenheit beschränkte Tesla den Puffer vermutlich aus zwei Gründen: Zum einen wegen der strengen Datenschutzrichtlinien (insbesondere in Europa) und zum anderen wegen der Hardware-Last. Ältere Intel-Atom-Prozessoren kamen bei hohen Datenraten oft ins Schwitzen. Mit der flächendeckenden Einführung von Hardware 4 (AI4) und den schnellen AMD Ryzen-Chips ist die Rechenpower nun vorhanden, um riesige Datenmengen effizient zu verwalten.

„Durch die Verknüpfung der Speicherdauer mit der Laufwerksgröße nutzt Tesla endlich das Potenzial moderner SSDs aus, die bisher zu 90 % ungenutzt blieben.“

Hardware-Empfehlung für 24-Stunden-Recording

Nicht jeder Stick ist für den Dauerbetrieb geeignet. Tesla setzt eine kontinuierliche Schreibgeschwindigkeit von mindestens 4 MB/s voraus. Da Dashcam-Aufnahmen im Sommer wie im Winter laufen, sollte man auf Automotive-grade Hardware oder hochwertige externe SSDs setzen.

  • Samsung T7 / T9 SSD: Robust und schnell genug für 4K-Streams (AI4-Kameras).
  • SanDisk Extreme Portable: Gut geschützt gegen Erschütterungen im Fahrzeug.

Wichtiger Hinweis: Das Feature wird aktuell in China für Mitarbeiter ausgerollt. In Europa erwarten wir das Update zusammen mit den FSD-Anpassungen im Laufe des Frühjahrs 2026. Sobald die Version 2026.2.X breit verfügbar ist, erfahrt ihr es hier bei Elektroquatsch zuerst!

Fazit der Redaktion

Ein längst überfälliges Feature, das Tesla-Fahrern eine enorme Sorge nimmt. Wer am nächsten Morgen einen Parkschaden entdeckt, hat nun gute Chancen, dass die entscheidenden Sekunden noch auf der Platte sind – vorausgesetzt, man hat den richtigen Speicher im Handschuhfach.

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