Tesla FSD: Israel gibt grünes Licht – Europa im Nacken
Der globale Rollout von Teslas autonomer Fahrsoftware "Full Self-Driving" (FSD) nimmt massiv an Fahrt auf. Nach monatelangen Spekulationen hat die israelische Verkehrsministerin Miri Regev den Startschuss nun praktisch bestätigt. Auf eine Aufforderung von Elon Musk auf X, die Software zu testen, antwortete Regev kurz und knapp mit: „Coming soon...“. Damit dürfte Israel eines der nächsten Länder weltweit sein, in denen Teslas KI-System offiziell die Straßen erobert.
Für die starke israelische Tesla-Community ist dies ein riesiger Sieg. Eine Petition mit über 1.000 verifizierten Unterschriften hatte den Druck auf die Regulierungsbehörden zuletzt massiv erhöht. Da ein Großteil der dortigen Flotte bereits mit der neuesten AI4-Hardware (Hardware 4) ausgestattet ist, wird das System nach der Freigabe vermutlich per "Knopfdruck" (Over-the-Air-Update) für tausende Fahrzeuge verfügbar sein. Preislich wird mit einem Abo-Modell von ca. 99 US-Dollar pro Monat gerechnet.
Der 4.400-Kilometer-Beweis: Coast-to-Coast ohne Hilfe
Während Israel auf den Start wartet, liefert ein US-Kunde den ultimativen Beweis für die Reife der aktuellen Software-Version 14.2. David Moss, Besitzer eines Model 3, absolvierte eine Fahrt von Los Angeles (Kalifornien) bis nach Myrtle Beach (South Carolina). Das Besondere: Auf der gesamten Strecke von rund 4.396 Kilometern (2.732 Meilen) musste er kein einziges Mal manuell eingreifen.
"Diese Fahrt wurde mit FSD v14.2 ohne eine einzige Unterbrechung absolviert – inklusive aller Parkvorgänge an den Tesla Superchargern." – David Moss via X.
Die Reise dauerte lediglich 2 Tage und 20 Stunden. Das System handelte Abbiegevorgänge, Stoppschilder und die komplizierte Navigation zu den Ladestationen völlig autark. Insgesamt erreichte Moss sogar eine beeindruckende Serie von fast 21.000 Kilometern (12.961 Meilen) ohne kritische Intervention, bis extremer Schneefall in Wisconsin aus Sicherheitsgründen eine manuelle Übernahme erforderte.
Technik-Check: FSD v14.3 und die Europa-Expansion
Tesla steht aktuell kurz vor dem Release der Version 14.3, die vor allem Grenzfälle wie extremes Wetter noch besser handhaben soll. Für europäische Nutzer ist die Entwicklung in Israel ein wichtiges Signal: In den Niederlanden wird die Zulassung für den kommenden Monat erwartet, was als Türöffner für den gesamten EU-Markt gilt.
| Region | Status (März 2026) | Besonderheit |
|---|---|---|
| USA / Kanada | Live (v14.2 / v14.3) | Supervised FSD im Masseneinsatz |
| Israel | "Coming soon" | Starke Hardware-4-Flotte vor Ort |
| Niederlande (EU) | Zulassung im April erwartet | Referenzmarkt für europäische Homologation |
| China / Südkorea | Live | Angepasst an lokale Infrastruktur |
Die Daten aus Israel sind für Tesla besonders wertvoll, um die neuronalen Netze auf die spezifischen Fahrgewohnheiten und Infrastrukturen im Nahen Osten zu trainieren. Was vor zehn Jahren noch wie Science-Fiction klang – die fahrerlose Fahrt quer durch einen Kontinent – ist 2026 zur verifizierten Realität geworden. Wir sind gespannt, wann der erste deutsche Tesla-Fahrer sein Lenkrad für eine Urlaubsreise nach Italien dauerhaft loslassen darf.



