Tesla FSD: Musk plant Europa- & China-Start im Februar 2026

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

Tesla FSD: Musk plant Europa- & China-Start im Februar 2026

Tesla peilt den Februar 2026 als historischen Wendepunkt für das „Full Self-Driving“ (FSD) außerhalb der USA an. Während in Europa eine strategische Zusammenarbeit mit der niederländischen Behörde RDW den Weg für eine EU-weite Zulassung ebnen soll, zeigen sich chinesische Regierungsstellen trotz Musks Optimismus skeptisch und dementieren einen Start im kommenden Monat. Technisch steht die v14-Software im Fokus, flankiert von der Ankündigung der neuen AI5-Hardware, die die Rechenleistung für autonomes Fahren massiv vervielfachen wird.

Elon Musk setzt alles auf eine Karte: Auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos verkündete der Tesla-Chef einen ehrgeizigen Zeitplan für die Einführung von "Full Self-Driving" (FSD) in Europa und China. Bereits im Februar 2026 soll die Zulassung für das überwachte autonome Fahren erfolgen – ein Schritt, der Teslas Software-Umsätze massiv ankurbeln könnte.

Davos 2026: Musk erklärt Autonomie für „gelöst“

Inmitten der Schweizer Alpen präsentierte sich Elon Musk gewohnt selbstbewusst. Vor den Weltführern in Davos erklärte er das Problem des autonomen Fahrens für „im Wesentlichen gelöst“. Diese Rhetorik wird durch den aktuellen Start unüberwachter Robotaxi-Fahrten in Austin, Texas, untermauert. Doch während die USA bereits die Früchte der v14-Software ernten, warten europäische und chinesische Besitzer noch immer auf die Freischaltung der „Supervised“-Version.

„Wir hoffen, die Zulassung für das überwachte autonome Fahren in Europa nächsten Monat zu erhalten, und hoffentlich einen ähnlichen Zeitplan für China.“ – Elon Musk, WEF 2026.

Europa-Strategie: Der „Niederlande-Trick“

In Europa setzt Tesla auf eine geschickte regulatorische Abkürzung. Statt auf den langsamen EU-weiten Gesetzgebungsprozess zu warten, arbeitet das Unternehmen eng mit der niederländischen Fahrzeugbehörde RDW zusammen. Ziel ist eine nationale Ausnahmegenehmigung im Februar 2026.

Sollte die RDW grünes Licht geben, könnte ein Domino-Effekt eintreten: Andere EU-Mitgliedstaaten haben die Möglichkeit, diese Ausnahme individuell und sofort anzuerkennen. Um die Behörden zu überzeugen, startete Tesla bereits Ende 2025 ein „FSD Ride-Along“-Programm in Deutschland, Frankreich und Dänemark, bei dem Regulierer die Software v14 hautnah erleben konnten.

Hürden in China: Skepsis trotz Baidu-Partnerschaft

Während Musk für China optimistisch bleibt, weht dort ein schärferer Wind. Zwar hat Tesla durch die Kooperation mit dem Suchmaschinen-Riesen Baidu (für präzises Kartenmaterial) und Fortschritte bei der Datensicherheit wichtige Meilensteine erreicht, doch staatliche Medien dämpften die Erwartungen prompt. Chinesische Regierungsquellen bezeichneten eine Zulassung im Februar aufgrund laufender Sicherheitsprüfungen und des anstehenden Frühlingsfestes als „unwahrscheinlich“.

Technik-Check: Der Sprung von AI4 zu AI5

Die technologische Basis für diesen globalen Rollout bilden massive Hardware-Sprünge. Während ältere Fahrzeuge (Hardware 3) voraussichtlich eine optimierte „v14 Lite“-Version erhalten, steht die neue AI5-Plattform (ehemals HW 5.0) bereits in den Startlöchern.

Hardware-Generation Leistungsfaktor (Vergleich) Status / Besonderheit
Hardware 3 (AI3) Basis (1x) Erhält v14 Lite (Q2 2026)
Hardware 4 (AI4) 5x schneller als AI3 Aktueller Standard / Robotaxi-Basis
AI5 (HW 5.0) 50x schneller als AI3 Start in Produktion Anfang 2026

Fazit: Ein Wendepunkt für Tesla?

Der Februar 2026 könnte als der Monat in die Geschichte eingehen, in dem Tesla den Sprung vom reinen E-Auto-Bauer zum globalen KI-Giganten vollzieht. Doch wie so oft bei Musk-Timelines gilt: Die Technik scheint bereit (v14), doch die Bürokratie ist das eigentliche Nadelöhr. Für europäische Tesla-Fahrer bleibt die Hoffnung, dass die RDW in den kommenden Wochen tatsächlich den historischen Stempel setzt.

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