Nach intensiven Verhandlungen hat das israelische Verkehrsministerium am vergangenen Wochenende grünes Licht für Teslas autonomes Fahrprogramm gegeben. Erstmals dürfen nun Tesla-Fahrzeuge mit dem FSD-System (Full Self-Driving) auf öffentlichen Straßen in Israel getestet werden – ein Meilenstein für die Expansion der Technologie außerhalb Nordamerikas.
Der Pilotversuch: Supervision ist Pflicht
Die Genehmigung umfasst vorerst das sogenannte "Supervised Autonomous Driving". Das bedeutet, dass die Fahrzeuge zwar autonom navigieren, aber zwingend ein menschlicher Fahrer hinter dem Steuer sitzen muss, der bereit ist, in Sekundenbruchteilen die Kontrolle zu übernehmen.
- Fokus Sicherheit: Laut Verkehrsministerin Miri Regev soll die Technologie dazu beitragen, Unfälle durch menschliches Versagen drastisch zu reduzieren.
- Innovations-Ecosystem: Israel möchte sich als führender Marktplatz für die Entwicklung und Prüfung smarter Transportsysteme etablieren.
- Regulatorischer Rahmen: Das Ministerium arbeitet aktiv daran, Barrieren für verantwortungsvolle Innovationen abzubauen.
Vom Testlauf zum Robotaxi?
Bereits im September 2025 gab es Signale, dass Israel ein möglicher Standort für ein weltweit "erstes seiner Art" Tesla-Robotaxi-Pilotprojekt sein könnte. Der aktuelle FSD-Testlauf gilt als technisches Fundament für diese Vision. Israel bietet durch sein kompaktes Straßennetz und die fortschrittliche Infrastruktur ein ideales Testumfeld.
| Status | Details (Israel 2026) |
|---|---|
| Genehmigungsdatum | 1. Februar 2026 |
| Fahrzeug-Flotte | Teslas Bestand in Israel umfasst bereits über 30.000 Fahrzeuge. |
| Bedingung | Permanente Anwesenheit eines Sicherheitsfahrers. |
| Ziel | Anpassung des FSD-Systems an lokale Infrastruktur und Fahrverhalten. |
Hintergrund: Tesla auf Rekordkurs in Israel
Tesla hat in den letzten drei Jahren ein rasantes Wachstum in Israel hingelegt. Mit dem Start der FSD-Tests reagiert das Unternehmen auf den hohen Druck der lokalen Community – fast 1.000 Besitzer hatten die Regierung zuvor in einer Petition um die Freischaltung der FSD-Features gebeten.
"Die State of Israel führt die Innovation mit Riesenschritten an. Smarte autonome Systeme sind der nächste Schritt zu mehr Verkehrssicherheit."
Fazit: Ein Signal für Europa?
Während in der EU noch über regulatorische Hürden debattiert wird, zeigt Israel, wie eine pragmatische Zusammenarbeit zwischen Behörden und Tech-Giganten aussehen kann. Sollten die Tests erfolgreich verlaufen, könnte Israel eines der ersten Länder sein, in denen Tesla-Fahrer das FSD-Abonnement im vollen Umfang nutzen können.




