Preiskampf an der Ladesäule: Vattenfall setzt auf Einfachheit
Während viele Ladeanbieter auf komplexe Abomodelle und undurchsichtige Roaming-Gebühren setzen, geht Vattenfall InCharge in Deutschland einen anderen Weg. Seit Ende März 2026 gelten an den bundesweit 479 Schnellladepunkten des Unternehmens klare Festpreise. Je nach Standort kostet die Kilowattstunde entweder 0,44 Euro oder 0,49 Euro. Besonders kundenfreundlich: An rund der Hälfte aller Stationen greift bereits der günstigere Tarif von 44 Cent.
Die Preisstruktur bricht mit einer gängigen Branchenpraxis: Es gibt keine Startgebühren, keine Blockiergebühren und – für Gelegenheitslader besonders wichtig – keine monatlichen Abokosten. Der angegebene Preis gilt universell für fast alle Zahlungsmittel, von der hauseigenen App bis hin zu Kreditkarten und mobilen Bezahldiensten wie Apple Pay.
Ad-hoc-Laden ohne "Strafgebühr"
Ein Novum im aktuellen Markt ist die Gleichstellung von registrierten Kunden und Spontanladern. Wer ohne App oder Ladekarte einfach per Debit- oder Kreditkarte am Terminal bezahlt, zahlt bei Vattenfall exakt denselben Preis. Damit entfällt der oft kritisierte "Ad-hoc-Aufschlag", der bei anderen Betreibern die Kosten pro kWh schnell in die Höhe treiben kann.
| Leistungsklasse | Preis pro kWh | Zusatzgebühren |
|---|---|---|
| Schnellladen (DC > 50 kW) | 0,44 € oder 0,49 €* | Keine (0,00 €) |
| Zahlungsmittel | App, Karte, Apple/Google Pay | Kein Aufpreis |
| Standorte | 283 (u.a. Netto, Famila, Combi) | Frei zugänglich |
Die Roaming-Falle umgehen
Vattenfall weist explizit darauf hin, dass diese Kampfpreise nur gelten, wenn der Ladevorgang direkt über Vattenfall InCharge gestartet wird. Wer stattdessen die App eines Drittanbieters (Roaming) nutzt, unterliegt deren Preisgestaltung. Da Roaming-Anbieter oft hohe Vermittlungsgebühren aufschlagen, empfiehlt sich die Nutzung der direkten Bezahlmöglichkeiten an der Säule, um von den 44 Cent zu profitieren.
"Planbarkeit im Alltag ist das wichtigste Gut für E-Autofahrer. Wir schaffen den Tarifdschungel an unseren Säulen ab und bieten faire Direktpreise beim Einkaufen."
Durch Kooperationen mit Einzelhandelsketten wie Netto, Famila und Combi integriert Vattenfall das Laden nahtlos in den Alltag. Während des Wocheneinkaufs kann der Akku mit bis zu 150 kW oder mehr geladen werden – unkompliziert und ohne Vertragsbindung. Aktuell umfasst das Netz 283 Standorte, ein weiterer Ausbau in Deutschland ist laut Unternehmen fest eingeplant, um an die Marktführerschaft in den Niederlanden und Schweden anzuschließen.



