Die Eine für Alles: Allego bündelt den europäischen Lademarkt
Die Zersplitterung des europäischen Ladeangebots ist für viele Elektroautofahrer ein Ärgernis. Mit dem Start der neu konzipierten Applikation wagt Allego nun einen Vorstoß, um den Tarifdschungel zu lichten. Die Anwendung macht den Zugriff auf über eine Million Ladepunkte in 15 Ländern möglich und verspricht, gänzlich auf die sonst üblichen Vermittlungsprovisionen bei fremden Betreibern zu verzichten.
Transparenz und faire Preise
Das Allego-Versprechen lautet „Laden ohne versteckte Kosten“. Die App zeigt den direkten Einzelhandelspreis des jeweiligen Betreibers an. Nutzer müssen keine Roaming-Aufschläge für das Laden an fremden Ladesäulen befürchten. Neben den Live-Preisen informiert die App in Echtzeit über die Verfügbarkeit und die Ladeleistung. Auch Parkgebühren oder Standzeitgebühren, die im Laufe der Sitzung anfallen können, sind über die integrierte Berechnungsfunktion vorab einsehbar.
Tarife und Rabatte: Standard vs. Plus-Abo
Für das eigene Netz hat Allego ein übersichtliches Rabattsystem etabliert. Nutzer der kostenlosen Variante sparen an Allego-Schnellladern. Wer sich für das Premium-Modell entscheidet, profitiert von noch günstigeren Konditionen, die sich ab einer gewissen Fahrleistung rechnen.
- Standard-Modell: Rabatt von 9 % an Allego-Schnellladern (Preis: 0,69 €/kWh statt 0,79 €/kWh Ad-hoc).
- Plus-Abonnement: Kostet 9,99 €/Monat und senkt den Preis an Ultra-Schnellladern um 36 % auf 0,49 €/kWh.
- Zahlungsmethoden: Unterstützung von Kreditkarte, Apple Pay und Google Pay direkt in der App.
| Strecke (Hamburg nach München) | Kosten (Mit Preis-Vorteil) |
|---|---|
| Ohne App (Ad-hoc) | 102,60 € |
| Mit Standard-App | 93,15 € |
| Mit Allego Plus-Abo | 66,15 € |
Features im Alltag: Plug & Charge und Smart Routing
Die App ersetzt den bisherigen Dienst „Smoov“ und ist sowohl für iOS als auch für Android verfügbar. Zu den Kernfunktionen zählen Plug&Charge (für eine automatische Freischaltung an kompatiblen Säulen) sowie ein intelligenter Routenplaner, der Ladepunkte auf Basis von Geschwindigkeit, Belegung und persönlichen Präferenzen herausfiltert.
"Indem wir alle Netzwerke in einer einzigen Schnittstelle in der Allego-App zusammenführen, vereinfachen wir den Ladeprozess, sodass er genauso einfach ist wie herkömmliches Auftanken." – Christian Zeh, Chief Operating Officer bei Allego.
Fazit: Ein Schritt zur Vereinheitlichung
Obwohl Kritiker anmerken, dass die Ad-hoc-Preise im Allego-Netz weiterhin relativ hoch sind, bringt das neue Konzept echte Transparenz. Indem der Betreiber keine Roaming-Aufschläge auf Fremdnetze erhebt, positioniert sich die App als starke Alternative zu bereits etablierten Roaming-Diensten.



