Das Wettrüsten an der Ladesäule erreicht eine neue Dimension. Nachdem Hersteller wie Xpeng, Porsche und BMW ihre Bordnetze auf maximale Aufnahmeleistung getrimmt haben, liefert Alpitronic nun das passende Gegenstück: Den HYC 1000. Diese Kraftstation macht Schluss mit langen Kaffeepausen und pumpt Energie mit bis zu 600 kW in die Akkus.
Der neue Standard: Alpitronic HYC 400 erobert Deutschland
Wer aktuell an großen Ladeparks von EnBW, Aral Pulse oder Fastned hält, begegnet ihm immer häufiger: dem HYC 400. Mit einem beeindruckenden Wirkungsgrad von 97 Prozent setzt dieser Hypercharger Maßstäbe in Sachen Effizienz. Dank minimaler Wärmeverluste landet fast die gesamte Energie dort, wo sie hin soll – im Akku.
Besonders Fahrer von 800-Volt-Modellen wie dem Audi A6 e-tron, dem Hyundai IONIQ 9 oder dem neuen BMW iX3 profitieren hier massiv. In nur fünf Minuten lassen sich bei optimalen Bedingungen über 200 Kilometer Reichweite „nachzapfen“. Standorte wie das Kamener Kreuz oder der EnBW-Park in Chemnitz zeigen bereits heute, wie ultraschnelles Laden im Massenmarkt funktioniert.
Quantensprung: Ionity testet den 600-kW-Charger
Doch 400 kW sind für die nächste Generation an Elektro-Flaggschiffen nur der Anfang. Ionity hat in seinem (ehemals geheimen) Testzentrum in Unterschleißheim bei München die nächste Stufe gezündet: Den Alpitronic HYC 1000.
Dieses Megawatt-Ladesystem ist ein technologisches Kraftpaket:
- Maximale Power: Bis zu 600 kW an einem einzelnen Ladepunkt (via CCS).
- Intelligente Verteilung: Ein Power Cabinet kann bis zu 1.000 kW dynamisch auf bis zu acht Ladepunkte verteilen.
- Zukunftsicher: Unterstützung für den kommenden MCS-Standard (Megawatt Charging System), der primär für E-Lkw wie den Mercedes eActros entwickelt wurde, aber auch Pkw-Laden revolutionieren wird.
„Mit dem HYC 1000 läuten wir eine neue Ära ein. 300 Kilometer Reichweite in weniger als acht Minuten – das ist der Wendepunkt für die Akzeptanz der Elektromobilität.“ – Philipp Senoner, CEO Alpitronic.
Wer kann die 600 kW überhaupt nutzen?
Aktuell hinkt die Hardware der meisten Serienfahrzeuge der Infrastruktur noch hinterher. Doch die Speerspitze steht bereit:
| Fahrzeugmodell | Max. Ladeleistung (DC) | Systemspannung |
|---|---|---|
| Nio ET9 | 600 kW | 900V+ Architektur |
| Xpeng P7+ / G9 | 480 - 540 kW | 800V (Silicon Carbide) |
| Lotus Emeya / Eletre | 350 - 400 kW | 800V Architektur |
| Porsche Taycan (Facelift) | 320 kW | 800V Architektur |
Fazit von Elektroquatsch
Die Ausrede „Laden dauert zu lange“ stirbt einen schnellen Tod. Mit dem Rollout der HYC-1000-Serie ab der zweiten Jahreshälfte 2026 wird das Laden an der Autobahn so schnell wie ein klassischer Tankvorgang. Während Tesla mit seinen V4-Superchargern aktuell noch bei 250 kW verharrt, ziehen Ionity und Alpitronic auf der Überholspur vorbei. Die Infrastruktur für die „8-Minuten-Ladung“ steht – jetzt müssen nur noch die Autos in der Breite folgen.




