Ionity Preis-Update 2026: Spontanes Laden wird deutlich günstiger

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

Ionity Preis-Update 2026: Spontanes Laden wird deutlich günstiger

Gute Nachrichten für alle, die sich nicht binden wollen: Ionity hat zum 13. Februar 2026 die Preise für das Ad-hoc-Laden in Deutschland gesenkt. Wer ohne Vertrag direkt an der Säule bezahlt, spart ab sofort rund acht Prozent. Das Unternehmen reagiert damit auf den neuen Schwung durch die aktuelle staatliche E-Auto-Förderung und will das ultraschnelle Laden im Alltag noch zugänglicher machen. Während Spontan-Lader profitieren, bleiben die Abonnements für Vielfahrer weiterhin das Maß der Dinge.

Preissprung nach unten: Der europäische Schnellladenetz-Riese Ionity passt seine Tarifstruktur in Deutschland an. Pünktlich zur Mitte des ersten Quartals 2026 sinken die Kosten für das Laden ohne monatliche Grundgebühr. Damit reagiert Ionity auf den wachsenden Wettbewerb und die gestiegene Nachfrage durch neue staatliche Kaufanreize für Elektroautos.

Die neuen Tarife im Detail: Direct und Go werden günstiger

Bisher galt das Laden ohne Abonnement bei Ionity oft als teures Vergnügen. Das ändert sich nun: Der Preis für den Direct-Tarif (Bezahlen per QR-Code oder Terminal vor Ort) sinkt von 0,75 € auf 0,69 € pro kWh. Wer die kostenlose Ionity-App nutzt, profitiert im Go-Tarif von einer Senkung auf 0,66 € pro kWh (vorher 0,70 €). Damit rückt Ionity preislich näher an Wettbewerber wie EnBW oder Fastned heran.

Tarif-Option Grundgebühr Preis pro kWh (Neu) Ersparnis
Ionity Direct (Ad-hoc) 0,00 € 0,69 € ~ 8 %
Ionity Go (App) 0,00 € 0,66 € ~ 6 %
Ionity Passport Motion 5,99 € / Monat 0,49 € Unverändert
Ionity Passport Power 11,99 € / Monat 0,39 € Unverändert

Abonnements bleiben für Vielfahrer unschlagbar

Trotz der Senkung beim Gelegenheitsladen lohnt sich für regelmäßige Autobahn-Nutzer weiterhin eines der Passport-Modelle. Besonders das Passport Power-Abo (auch als Jahresvariante "Power 365" für 119,99 € verfügbar) amortisiert sich für die meisten E-Autofahrer bereits ab einer Lademenge von ca. 45 kWh pro Monat – also oft schon nach einem einzigen vollen Ladevorgang auf der Langstrecke.

Eric Weiland-Eylers, Director Product & Growth bei Ionity, sieht in der Preissenkung einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende: „Die neue E-Auto-Förderung macht den Umstieg für viele Menschen einfacher. Unsere Antwort darauf sind zugänglichere Preise, um die Alltagstauglichkeit der Elektromobilität weiter zu unterstreichen.“

„Ionity verliert sein Image als 'Apotheke' für Spontan-Lader. Die Senkung auf 69 Cent ist ein faires Signal an alle, die Flexibilität ohne Vertragsbindung suchen.“

Marktausblick: Druck auf die Konkurrenz

Mit über 6.000 Ladepunkten in 24 Ländern und einer Ladeleistung von bis zu 350 kW (an neuen Standorten bereits bis zu 600 kW) ist Ionity das Rückgrat der europäischen Langstreckenmobilität. Die Preissenkung dürfte den Druck auf andere Anbieter wie Aral Pulse oder Tesla (für Fremdmarken) erhöhen, ihre Ad-hoc-Preise ebenfalls kritisch zu prüfen. Besonders in Kombination mit Plug & Charge-Funktionen, die Ionity flächendeckend unterstützt, wird das Ladeerlebnis nun nicht nur komfortabler, sondern auch finanziell attraktiver.

Fazit: Ein richtiger Schritt zur richtigen Zeit

Die Anpassung ist kein technischer Meilenstein, aber ein wichtiges psychologisches Signal. Elektroautofahren darf auf der Langstrecke nicht kompliziert oder unverhältnismäßig teuer sein. Wer nur ab und zu verreist, kann nun entspannter an die Ionity-Säulen rollen, ohne vorher ein komplexes Tarif-Studium absolvieren zu müssen.

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