BMW M3 unter Strom: Vier Motoren für ein „Heart of Joy“
Die BMW M GmbH bereitet den radikalsten Umbruch ihrer Geschichte vor. Nach dem Start des neuen i3 im Jahr 2026 folgt 2027 die erste vollelektrische High-Performance-Limousine des M3. Franciscus van Meel, Chef der M GmbH, verspricht nicht weniger als einen „unerreichten Maßstab“ im Segment. Das Herzstück dieser Revolution ist eine zentrale Steuerungsarchitektur, die intern auf den Namen „Heart of Joy“ hört.
Anders als herkömmliche Elektroautos nutzt der Elektro-M3 vier separate Hochleistungs-Elektromotoren. Da jedes Rad individuell angesteuert wird, ergibt sich eine völlig neue Dimension der Drehmomentverteilung (Torque Vectoring). Das System erlaubt es zudem, die Vorderachse vollständig zu entkoppeln, um das markentypische, heckbetonte Fahrverhalten zu garantieren oder die Effizienz auf Langstrecken zu steigern.
Technik-Check: Performance trifft auf Reichweite
Um den extremen Leistungsanforderungen auf der Rennstrecke gerecht zu werden, hat BMW die Gen6-Rundzellen-Technologie für den M3 optimiert. Ein neu entwickelter „Energy Master“ steuert die Batterie außerhalb des Speichers und ermöglicht so extrem hohe Spitzen- und Ladeleistungen über ein 800-Volt-System.
| Feature | Details zum BMW M3 (Elektro-Version) |
|---|---|
| Antrieb | BMW M eDrive mit 4 Motoren (Einzelradantrieb) |
| Batteriekapazität | > 100 kWh (nutzbare Energie) |
| Architektur | 800-Volt-Technik für ultraschnelles Laden |
| Emotion-Features | Emulierte Schaltvorgänge & M-spezifische Soundkulisse |
| Materialien | Leichtbau mit Naturfaser-Elementen (-40 % CO2 in Produktion) |
Emotionen per Software: Emulierte Gänge
Eine der spannendsten Ankündigungen betrifft das Fahrgefühl. Um Puristen den Umstieg zu erleichtern, simuliert BMW Schaltvorgänge. Diese Emulation soll zusammen mit einer neu entwickelten Geräuschkulisse dafür sorgen, dass die akustische und physische Rückmeldung des Fahrzeugs auch ohne Verbrennungsmotor erhalten bleibt. Gesteuert wird dies über eines der vier „Superbrains“ – Hochleistungscomputer, die Daten zwischen Antrieb, Fahrwerk und Fahrer in Echtzeit abgleichen.
Nachhaltiger Leichtbau
Trotz des großen Akkus kämpft BMW gegen das Gewicht. Erstmals kommen in der Serienfertigung Naturfaser-Elemente zum Einsatz, die BMW im Motorsport erprobt hat. Diese bieten ähnliche Steifigkeitswerte wie Carbon, verursachen in der Produktion jedoch rund 40 % weniger CO2. Das Batteriegehäuse selbst fungiert zudem als tragendes Strukturbauteil, was die Gesamtsteifigkeit des Fahrzeugs massiv erhöht.
- Markteinführung: Geplant für 2027.
- Dual-Strategie: Der M3 wird weiterhin parallel auch als Verbrenner angeboten.
- Alltagstauglichkeit: Trotz Rennstrecken-Fokus verspricht BMW hohe Reichweiten und volle Alltagstauglichkeit.
„Mit der Neuen Klasse heben wir das BMW M Fahrerlebnis auf ein komplett neues Level. Wir kombinieren das Beste aus Heck- und Allradantrieb mit der Präzision der digitalen Steuerung.“ – Franciscus van Meel, BMW M GmbH.



