Ein historischer Moment im BMW Group Werk München: Erstmals wurde die elektrische Limousine der „Neuen Klasse“ – der künftige BMW i3 – komplett unter Realbedingungen im Stammwerk gefertigt. Damit beginnt der finale Countdown für den Serienstart in der zweiten Jahreshälfte 2026.
München wird zum Herz der Neuen Klasse
Die Produktion der ersten Vorserienfahrzeuge ist weit mehr als nur ein Testlauf. Es ist der Beweis, dass die radikale Transformation des über 100 Jahre alten Standorts funktioniert. Während täglich rund 1.000 Fahrzeuge der aktuellen 3er- und 4er-Reihe vom Band laufen, integriert BMW die völlig neue Architektur in den laufenden Betrieb. Ab Ende 2027 wird München dann als erster Standort im Netzwerk ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge (BEV-only) produzieren.
Werkleiter Peter Weber betont die Bedeutung dieses Etappenziels: „Unsere Logistik- und Produktionsabläufe funktionieren unter Realbedingungen – vom modernisierten Presswerk bis zur innovativen Montage.“
Technik-Check: Das „Superbrain“ und 800 Volt
Der neue BMW i3 (interner Code NA0) basiert auf einer Architektur, die konsequent um den Elektroantrieb herum entwickelt wurde. Herzstück ist das sogenannte „Heart of Joy“ – ein Super-Steuergerät, das Antrieb und Fahrdynamik auf ein neues Level hebt. Dank der sechsten Generation (Gen6) der BMW eDrive Technologie kommen erstmals zylindrische Rundzellen zum Einsatz, die die Energiedichte um 20 % steigern.
| Datenpunkt | BMW i3 eDrive40 (NA0) – Prognose |
|---|---|
| 0-100 km/h | ca. 5,4 Sekunden |
| Höchstgeschwindigkeit | 210 km/h (kein 180er-Limit) |
| Ladeleistung (DC) | max. 270 kW (800V-Architektur) |
| Ladedauer (10-80 %) | ca. 12 Minuten |
| Reichweite (WLTP) | bis zu 800 km (Premium-Konfiguration) |
Revolution im Cockpit: Panoramic Vision
Mit dem i3 verabschiedet sich BMW vom klassischen iDrive-Controller. Stattdessen setzt die Neue Klasse auf BMW Panoramic Vision. Dabei werden Informationen über die gesamte Breite der Windschutzscheibe projiziert. Gesteuert wird das System über ein neu gestaltetes Multifunktionslenkrad und ein zentrales Touch-Display, das die Interaktion zwischen Mensch und Maschine völlig neu definiert.
„Der neue i3 ist nicht einfach nur ein weiteres Elektroauto. Er ist die Neudefinition der Marke BMW: digital, zirkulär und hochdynamisch.“
Was kommt nach der Vorserie?
In den kommenden Monaten nutzt BMW die Erkenntnisse aus der Vorserienfertigung, um die Prozesse zu verfeinern. Die Mitarbeiter werden bereits jetzt intensiv geschult – teils sogar mittels Augmented Reality, um sich mit den neuen Anlagen vertraut zu machen. Sobald das Werk im ungarischen Debrecen den iX3 (NA5) ausgerollt hat, folgt München mit der Limousine, um das Volumenmodell der Marke in das Elektro-Zeitalter zu katapultieren.
Fazit von Elektroquatsch
BMW zeigt eindrucksvoll, dass sie die Transformation verstanden haben. Während andere Hersteller ihre Strategien korrigieren, zieht München den Hochlauf der Neuen Klasse konsequent durch. Wenn der i3 2026 mit diesen Ladezeiten und der Effizienz auf den Markt kommt, wird es für das Tesla Model 3 und die elektrische Mercedes C-Klasse ein verdammt harter Kampf um die Krone im Premium-Segment.



