BMW geht mit der „Neuen Klasse“ All-in. Doch kurz vor dem Launch des iX3 korrigieren die Münchener die Preisliste nach oben. Wer erst jetzt bestellt, muss tiefer in die Tasche greifen – ein mutiger Schritt angesichts des harten Wettbewerbs aus Stuttgart und Schweden.
Preisanpassung: Der iX3 knackt die 70.000-Euro-Marke
Eigentlich sollte der iX3 der nächsten Generation als Preis-Leistungs-Ansage im Premium-Segment starten. Doch rund einen Monat vor dem offiziellen Marktstart am 1. März 2026 hat BMW den Basispreis von ursprünglich kommunizierten 68.900 Euro auf nun 70.900 Euro angehoben. Einziger Trost für Frühbucher: Wer vor dem Stichtag am 28. Januar bestellt hat, erhält sein Fahrzeug noch zum alten Kurs.
Experten wie Stefan Bratzel vom CAM sehen darin einen logischen Schritt: Die Nachfrage sei so hoch, dass BMW die Rendite pro Fahrzeug bereits jetzt optimieren könne. Tatsächlich ist fast jeder dritte bestellte Elektro-BMW aktuell ein iX3 der Neuen Klasse.
Technik-Check: Warum die Kunden trotzdem Schlange stehen
Der iX3 ist das erste Modell auf der neuen 800-Volt-Architektur. Mit dem eDrive-Antrieb der sechsten Generation verspricht BMW nicht nur 30 % mehr Reichweite, sondern auch ein deutlich schnelleres Ladeerlebnis. Der iX3 50 xDrive markiert dabei die Speerspitze zum Start.
| Merkmal | BMW iX3 (Neue Klasse) | Mercedes GLC EQ | Volvo EX60 (P12) |
|---|---|---|---|
| Basispreis | 70.900 € | 71.281 € | 71.990 € |
| Max. Reichweite (WLTP) | 805 km | 713 km | 810 km |
| Max. Ladeleistung (DC) | 400 kW | 330 kW | 370 kW |
| Beschleunigung (0-100 km/h) | 4,9 s | 4,3 s | 3,9 s |
Konkurrenzkampf: BMW vs. Mercedes vs. Volvo
Obwohl BMW den Preis erhöht hat, bleibt der iX3 im Vergleich hauchdünn das günstigste Angebot. Während der Mercedes GLC EQ vor allem mit Komfort-Features wie einem fast ein Meter breiten Hyperscreen und extremer Wendigkeit punktet, setzt der Volvo EX60 auf skandinavisches Design und die höchste Reichweite im Trio (bis zu 810 km).
„Mit einer Ladeleistung von 400 kW katapultiert sich BMW an die Spitze der europäischen Hersteller – das ist ein Niveau, das bisher fast nur chinesische Luxusmarken bieten konnten.“
Herausforderung China: Das Zünglein an der Waage
Während der iX3 in Europa ein Selbstläufer zu sein scheint, blickt BMW besorgt nach Fernost. Der Absatz in China ist zuletzt zweistellig eingebrochen. Dort herrscht ein mörderischer Preiskampf. Der iX3 soll im zweiten Halbjahr 2026 als spezielle Langversion den Karren aus dem Dreck ziehen. Um die Produktion für den weltweiten Ansturm zu sichern, fährt BMW das neue Werk im ungarischen Debrecen bereits jetzt schneller hoch als ursprünglich geplant.
Fazit von Elektroquatsch
2.000 Euro mehr klingen im ersten Moment ärgerlich, doch im Premium-Segment wird das den Erfolg des iX3 kaum bremsen. Die Kombination aus 800-Kilometer-Reichweite und der ultraschnellen 800-Volt-Technik macht ihn zum aktuell fortschrittlichsten SUV in seinem Segment. BMW liefert mit der „Neuen Klasse“ endlich die Hardware, die Fans lange vermisst haben – und lässt sich das nun eben ein Stück teurer bezahlen.


