Vier Motoren für ein Halleluja: Der neue BMW M4 wird ein elektrisches Monster der "Neuen Klasse"

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

Vier Motoren für ein Halleluja: Der neue BMW M4 wird ein elektrisches Monster der "Neuen Klasse"

Totgesagte leben länger: Während Audi und Mercedes ihre Coupés zusammenstreichen, gibt BMW Vollgas. Die 4er-Reihe bekommt eine Neuauflage auf Basis der "Neuen Klasse". Das Highlight für Elektro-Fans: Ein neuer elektrischer M4 mit vier Motoren, radselektiver Ansteuerung und einer vermuteten Leistung, die jenseits der 700 PS startet. Auch Reichweiten-Junkies kommen dank 108 kWh-Akku auf ihre Kosten.

Wenn es um die "Neue Klasse" geht, sprach BMW bisher meist über den kommenden 3er (i3) oder den SUV-Bruder iX3. Doch jetzt lassen die Münchner die Katze aus dem Sack: Auch der 4er bekommt eine Zukunft – und was für eine. Während die Konkurrenz aus Stuttgart und Ingolstadt ihre Coupé-Sparten ausdünnt (Ruhe in Frieden, Audi A5 Coupé), sieht BMW hier eine Lücke für "dynamischere Proportionen".

BMW-Entwicklungsvorstand Joachim Post hat gegenüber dem britischen Magazin Autocar bestätigt: Der 4er bleibt. Und er wird elektrisch, wild und technisch extrem spannend.

Der "Quad-Motor"-Hammer: Ein M4 mit vier Herzen

Das eigentliche Highlight der Ankündigung versteckt sich in den Details zur M-GmbH. Es wird einen neuen BMW M4 geben – und die elektrische Version davon klingt nach absolutem "Elektroquatsch"-Material im besten Sinne:

  • Vier Motoren: Jedes Rad bekommt seine eigene E-Maschine.
  • Torque Vectoring: Das Zauberwort für Kurvenräuber. Da jedes Rad einzeln angesteuert werden kann, lässt sich das Drehmoment millisekundengenau verteilen. Das Auto wird sich also förmlich in die Kurve "eindrehen".
  • Leistung: Offizielle Zahlen gibt es noch nicht, aber die Gerüchteküche brodelt. Insider sprechen davon, dass schon die "Einstiegsmodelle" des elektrischen M4 bei 515 kW (ca. 700 PS) starten könnten.

Reichweite: München klotzt statt zu kleckern

Die "Neue Klasse"-Architektur bringt nicht nur Performance, sondern auch Langstrecken-Qualitäten, die den aktuellen i4 alt aussehen lassen könnten. Als gesetzt gilt eine neue Batteriegeneration mit bis zu 108 kWh Kapazität.

In Kombination mit der effizienteren 800-Volt-Technik der neuen Plattform sollen so Reichweiten von über 800 Kilometern (nach WLTP) möglich sein. Damit würde der 4er nicht nur zum Sportwagen, sondern zum echten Kilometerfresser werden.

Warum BMW das Coupé am Leben hält

Warum leistet sich BMW den Luxus einer 4er-Reihe, während Mercedes C- und E-Coupé zum "CLE" verschmilzt? Die Antwort heißt Synergie. Laut Post ist die Entwicklung dank der engen Verwandtschaft zum 3er (und i3) vergleichsweise günstig. "Wann immer wir einen 3er machen, denken wir den 4er gleich mit", so der Entwicklungschef.

Übrigens: Wer noch nicht bereit für den vollen Elektro-Umstieg ist, bekommt eine Gnadenfrist. Dank Euro-7-konformer Motoren wird es den neuen 4er auch weiterhin als klassischen Verbrenner geben. Aber seien wir ehrlich: Wer einmal von vier E-Motoren in den Sitz gepresst wurde, will wahrscheinlich nicht zurück zum Reihensechszylinder – oder was meint ihr?

Wir sind gespannt auf die ersten Erlkönige. Wird der Quad-Motor-M4 der neue Benchmark für elektrische Sportwagen? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

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