BMW Group 2025: Stabil durch die Krise mit 10 Mrd. Euro Gewinn

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

BMW Group 2025: Stabil durch die Krise mit 10 Mrd. Euro Gewinn

Während die Konkurrenz schwächelt, liefert die BMW Group für 2025 ein robustes Jahresergebnis: Trotz China-Flaute und Zoll-Hürden knackt München erneut die 10-Milliarden-Euro-Marke beim Vorsteuergewinn. Mit einem Elektro-Anteil von fast 18 % und dem bevorstehenden Start der "Neuen Klasse" untermauert BMW seinen Kurs der Technologieneutralität.

BMW Group 2025: Resilienz trifft auf technologischen Weitblick

In einem Jahr, das für die deutsche Automobilindustrie von Gewinnwarnungen und Stellenabbau geprägt war, setzt die BMW Group ein deutliches Zeichen der Stabilität. Während Mitbewerber wie Volkswagen mit massiven Einbrüchen kämpfen, meldet München für das Geschäftsjahr 2025 einen Vorsteuergewinn (EBT) von 10,2 Milliarden Euro. Die EBT-Marge blieb mit 7,7 Prozent punktgenau auf Vorjahresniveau. Vorstandschef Oliver Zipse sieht darin eine Bestätigung der bayerischen Strategie: "Wir müssen in einem herausfordernden Umfeld nicht umsteuern, sondern können unseren Kurs halten."

Der Schlüssel zum Erfolg liegt laut BMW in der globalen Balance. Rückgänge auf dem hart umkämpften chinesischen Markt (-12,5 %) konnten durch deutliche Zuwächse in Europa (+7,3 %) und Amerika (+5,6 %) mehr als ausgeglichen werden. Insgesamt lieferte der Konzern 2,46 Millionen Fahrzeuge aus und hielt damit das hohe Niveau des Vorjahres.

Elektromobilität als stabiler Wachstumsmotor

BMW beweist, dass profitables Wachstum und Elektrifizierung Hand in Hand gehen können. Im Jahr 2025 steigerte der Konzern den Absatz vollelektrischer Fahrzeuge (BEV) auf über 442.000 Einheiten. Damit ist bereits fast jeder fünfte verkaufte BMW rein elektrisch angetrieben. Rechnet man die Plug-in-Hybride hinzu, war sogar jedes vierte Fahrzeug elektrifiziert.

Marke / Sparte Absatz 2025 (Gesamt) Veränderung zu 2024 Elektro-Anteil (BEV)
BMW Group (Gesamt) 2,46 Mio. Einheiten +0,5 % 17,9 %
BMW M GmbH 213.000 Einheiten +3,3 % -
MINI 288.000 Einheiten +17,7 % 36,0 %
Rolls-Royce 5.664 Einheiten -0,8 % -

Besonders die Performance-Tochter BMW M eilt von Rekord zu Rekord: Zum 14. Mal in Folge wurde ein Absatzbestwert erzielt. Mittlerweile ist jedes zehnte ausgelieferte Fahrzeug ein M-Modell, wobei insbesondere das M2 Coupé und die M3-Familie die Liste der Bestseller anführen.

2026: Das Jahr der "Neuen Klasse"

Der Blick der Münchner richtet sich nun auf den größten technologischen Sprung der Unternehmensgeschichte. 2026 startet der Hochlauf der "Neuen Klasse". Das erste Modell, der vollelektrische SUV iX3, sorgt bereits vor dem offiziellen Start für volle Auftragsbücher: Jedes dritte vorbestellte E-Auto bei BMW in Europa ist aktuell ein iX3. In der kommenden Woche folgt die Designpremiere des neuen vollelektrischen BMW i3 in München.

"Mit der Neuen Klasse führen wir die Marke BMW mit neuen Technologie-Clustern und einer neuen Designsprache in die Zukunft. Pioniergeist und Mut zahlen sich aus." – Oliver Zipse, CEO BMW AG.

Trotz der Elektro-Offensive hält BMW an der Technologieneutralität fest. Bis 2027 sollen über 40 neue oder überarbeitete Modelle erscheinen – darunter Neuauflagen des 3er und des X5, die weiterhin mit allen Antriebsvarianten (Verbrenner, Hybrid, Elektro) angeboten werden. Ab 2028 ergänzt zudem die Wasserstoff-Brennstoffzelle das Portfolio.

Kostenmanagement und Ausblick

Finanzvorstand Walter Mertl betonte, dass ein diszipliniertes Kostenmanagement die Performance 2025 gestärkt habe. Durch Effizienzsteigerungen konnte der Aufwand um 2,5 Milliarden Euro gesenkt werden. Für 2026 bleibt BMW jedoch realistisch: Aufgrund anhaltender Zollbelastungen, negativer Währungseffekte und eines schwächeren Gebrauchtwagenmarktes rechnet der Konzern mit einem moderat sinkenden Vorsteuerergebnis. Dennoch sollen die Aktionäre profitieren: Die Dividende soll leicht auf 4,40 Euro je Stammaktie steigen.

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