Renaissance der Kompaktklasse: Mercedes plant neue A-Klasse für 2028
Lange Zeit sah es so aus, als würde Mercedes-Benz das Einstiegssegment zugunsten einer reinen Luxusstrategie opfern. Doch nun folgt die Kehrtwende: Die A-Klasse bekommt einen Nachfolger. Während das aktuelle Modell noch bis 2028 vom Band läuft, bereiten die Stuttgarter bereits die fünfte Generation vor, die technisch radikal mit der Vergangenheit bricht und voll auf Elektrifizierung setzt.
Basis für den neuen Hoffnungsträger ist die Mercedes Modular Architecture (MMA). Diese Plattform wurde primär für Elektroautos ("EV-first") entwickelt, bleibt aber flexibel genug für hocheffiziente Verbrenner. Damit teilt sich die A-Klasse die DNA mit dem neuen CLA und rüstet sich für den harten Wettbewerb im Premium-Kompaktsegment.
Design-Evolution: Höher sitzen, flach wirken
Optisch bleibt Mercedes der klassischen Fließheck-Form treu, wagt aber einen Spagat beim Packaging. Da die Batterie im Fahrzeugboden Platz beansprucht, wird die neue A-Klasse insgesamt etwas höher bauen. Um dies auszugleichen, setzen die Designer auf eine geschickte Evolution der aktuellen Formsprache mit markanten Details, wie wir sie bereits vom neuen CLA oder GLC kennen.
Besonders spannend: Die neue Generation soll durch eine erhöhte Sitzposition und bessere Rundumsicht auch jene Kunden abholen, die früher zur B-Klasse gegriffen hätten. Dennoch betonen Insider, dass die A-Klasse kein Crossover wird, sondern ein agiler Kompaktwagen mit konventioneller Heckklappe und sportlicher Silhouette bleibt.
| Komponente | Spezifikation |
|---|---|
| Plattform | Mercedes Modular Architecture (MMA) |
| Bordnetz / Laden | 800-Volt-System (High-Speed Charging) |
| Batteriegrößen | 58 kWh (LFP) oder 85 kWh (NMC) |
| Max. Reichweite | Bis zu 800 km (nach WLTP) |
| Leistung | 165 kW (224 PS) bis 260 kW (356 PS) |
800-Volt-Technik und Reichweiten-Rekorde
Technisch katapultiert die MMA-Plattform die A-Klasse in eine neue Liga. Dank der 800-Volt-Architektur werden Ladezeiten möglich, die bisher nur in der Oberklasse zu finden waren. Bei den Akkus haben Kunden voraussichtlich die Wahl zwischen einer kosteneffizienten LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat) für den urbanen Einsatz und einem großen 85-kWh-NMC-Pack für Langstrecken-Enthusiasten.
Mit einer prognostizierten Reichweite von fast 800 Kilometern in der Top-Version könnte die elektrische A-Klasse zum neuen Effizienz-Meister ihrer Klasse aufsteigen.
Neben den rein elektrischen Varianten mit Heck- oder Allradantrieb wird Mercedes auch Mild-Hybrid-Versionen anbieten, um den Übergang für alle Märkte fließend zu gestalten. Performance-Fans dürfen sich zudem auf geschärfte AMG-Ableger freuen, die das Potenzial der neuen Plattform voll ausschöpfen werden.



