Preisansage aus Stuttgart: Die elektrische C-Klasse ist da
Mercedes-Benz hat die Bestellbücher für die elektrische C-Klasse geöffnet. Den Anfang macht das kraftvolle Allradmodell C 400 4MATIC, das in Deutschland ab 67.711 Euro (brutto) gelistet ist. Geschäftskunden starten bei einem Nettopreis von 56.900 Euro. Wer lieber least, kann ab monatlich 470 Euro einsteigen – vorausgesetzt, es erfolgt eine Sonderzahlung von 20 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren.
Die Limousine ist weit mehr als nur ein elektrisches Pendant zum Verbrenner. Mit einer Systemleistung von 360 kW (489 PS) und einem gewaltigen Drehmoment von 800 Nm schiebt der C 400 in nur 4,0 Sekunden auf Landstraßentempo. Während die Höchstgeschwindigkeit bei 210 km/h elektronisch gekappt wird, glänzt der Wagen vor allem bei der Effizienz: Die WLTP-Reichweite von bis zu 762 Kilometern rückt die C-Klasse an die Spitze ihres Segments.
Technik-Highlight: 800 Volt und Zweigang-Getriebe
Mercedes nutzt für die elektrische C-Klasse eine Architektur, die man sonst eher aus der Oberklasse kennt. Das 800-Volt-System ermöglicht eine Spitzenladeleistung von 330 kW. Im Idealfall fließen so innerhalb von nur zehn Minuten Strom für weitere 325 Kilometer in den Akku. Besonders clever: Ein optionaler DC-Konverter sorgt dafür, dass auch an älteren 400-Volt-Säulen (wie vielen Tesla Superchargern der V2-Generation) zügig geladen werden kann.
| Feature | Mercedes C 400 4MATIC (elektrisch) |
|---|---|
| Leistung / Drehmoment | 360 kW (489 PS) / 800 Nm |
| Batteriekapazität (netto) | 94,5 kWh |
| Reichweite (WLTP) | Bis zu 762 km |
| Ladeleistung (DC / AC) | 330 kW / 11 kW (optional 22 kW) |
| Beschleunigung (0-100 km/h) | 4,0 s |
Ein technisches Schmankerl ist das Zweigang-Getriebe an der Hinterachse. Während der erste Gang für maximale Beschleunigung im Stadtverkehr kurz übersetzt ist, sorgt der lange zweite Gang für minimale Drehzahlen und höchsten Wirkungsgrad bei Autobahntempo. Mercedes gibt den Gesamtwirkungsgrad "Battery-to-Wheel" mit beeindruckenden 93 Prozent an. Eine Entkopplungseinheit (Disconnect Unit) schaltet zudem den vorderen Motor ab, wenn dessen Kraft nicht benötigt wird, was die Schleppverluste drastisch reduziert.
Winter-Performance ohne Reichweiten-Angst
Um dem gefürchteten Reichweitenschwund bei Kälte entgegenzuwirken, verbaut Mercedes eine Multi-Source-Wärmepumpe. Diese zapft gleich drei Quellen an: die Umgebungsluft sowie die Abwärme von Motor und Batterie. Das Ergebnis ist laut Hersteller ein Aufheizvorgang, der bei minus sieben Grad Celsius doppelt so schnell abläuft wie bei konventionellen Systemen – und das bei nur einem Drittel des Energieverbrauchs eines klassischen Zuheizers.
"Mit nur einem Ladestopp sind reale Strecken von über 1.000 Kilometern absolut machbar – das bricht die letzte Bastion der Langstrecken-Skepsis."
Im Cockpit setzt Mercedes auf die vierte Generation des MBUX-Systems. Hier arbeiten erstmals KI-Modelle wie ChatGPT 4o und Google Gemini im Hintergrund zusammen, um Sprachbefehle intuitiver zu verarbeiten. Wer noch mehr Reichweite benötigt, sollte bis 2027 warten: Dann folgt eine heckgetriebene Variante, die dank optimierter Aerodynamik und fehlendem Allrad-Gewicht die magische Grenze von 800 Kilometern WLTP knacken soll.



