Rivian RAD: Das neue Power-Label für die elektrische Wildnis
Rivian transformiert seine interne Ideenschmiede in eine offizielle Marke: Das Rivian Adventure Department (RAD). Was jahrelang im Verborgenen Prototypen durch die Atacama-Wüste prügelte oder Rekorde am Pikes Peak aufstellte, bekommt nun ein eigenes Logo und eine klare Mission. RAD soll die Speerspitze für Enthusiasten werden und Hard- sowie Software für extreme Bedingungen validieren, bevor sie in die Serie einfließen.
Vom geheimen Projekt zur offiziellen Performance-Sparte
Die Wurzeln von RAD reichen zurück bis ins Jahr 2020, als ein kleines Team mit frühen R1T-Prototypen die 13.000 Meilen lange "Long Way Up"-Expedition von Patagonien nach Los Angeles absolvierte. Diese radikale Philosophie der Echtwelt-Tests prägt Rivian bis heute. Ob beim Rebelle Rallye-Einsatz oder dem FAT Ice Race 2026 in Montana – RAD nutzt diese Events als Labor unter freiem Himmel.
| Meilenstein | RAD-Einfluss & Ergebnis |
|---|---|
| Pikes Peak 2023/24 | Produktionsrekord für Elektro-Trucks |
| Rebelle Rallye | Entwicklung des "Soft Sand"-Modus (per OTA für alle) |
| FAT Ice Race 2026 | Offizielles Debüt der RAD-Liveries für R1 und R2 |
| Quad-Motor R1 | Launch von "Kick Turn" und "Desert Rally"-Modus |
Der RAD Tuner: Maximale Kontrolle für Quad-Motor-Besitzer
Das erste große Highlight der neuen Sparte ist der RAD Tuner. Dieses Software-Werkzeug gibt Besitzern von Quad-Motor-Modellen eine Kontrolle über das Fahrzeug, die bisher professionellen Rennteams vorbehalten war. Über ein intuitives Menü lassen sich zehn Parameter individuell justieren und als Presets speichern:
- Drehmomentverteilung: Stufenlose Regelung zwischen Vorder- und Hinterachse.
- Dämpfung & Lenkgefühl: Anpassung an hartes Gelände oder High-Speed-Etappen.
"RAD ist der lebendige Ausdruck der Leidenschaft, die Rivian definiert. Es ist ein Versprechen, die Grenzen des Abenteuers niemals aufzuhören zu verschieben." — Jeff Hammoud, Chief Design Officer bei Rivian
Wird RAD das neue "M" oder "AMG"?
Die Parallelen zu den Performance-Abteilungen deutscher Premiumhersteller sind unverkennbar. Während RAD aktuell primär auf Software-Optimierung und Validierung setzt, spekuliert die Branche bereits über dedizierte RAD-Modelle mit spezifischer Hardware – etwa verstärkten Fahrwerken, Unterbodenschutz ab Werk oder gesteigerter Peak-Leistung. Rivian hält sich hierzu noch bedeckt, doch die Präsenz von RAD-gebrandeten R2-Modellen deutet darauf hin, dass die Performance-Philosophie über die R1-Serie hinauswachsen wird.
Ausblick: Software-Innovationen für die Community
Ein entscheidender Vorteil von RAD ist die Geschwindigkeit, mit der Erkenntnisse aus dem Extremsport beim Endkunden landen. Der "Soft Sand"-Modus, der aus den Erfahrungen der Rebelle Rallye entstand, wurde einfach per Over-the-Air (OTA) Update nachgereicht. Für Rivian-Fahrer bedeutet RAD also nicht nur ein cooles Badge am Heck, sondern stetig neue Funktionen, die das Fahrzeug im Gelände noch fähiger machen.
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