Platz da, VW! Škoda ist jetzt die drittstärkste Marke in Europa

Constantin Hoffmann

Constantin Hoffmann

Platz da, VW! Škoda ist jetzt die drittstärkste Marke in Europa

"Simply Clever" zahlt sich aus: Škoda hat 2025 einen massiven Erfolg verbucht und über 1 Million Fahrzeuge ausgeliefert. Damit sind die Tschechen nun offiziell die drittmeistverkaufte Automarke in Europa. Der Motor hinter diesem Erfolg brummt nicht, er surrt: Die Verkäufe von Elektroautos und Plug-in-Hybriden haben sich mehr als verdoppelt. Wir schauen uns an, warum der Elroq und Enyaq gerade so abräumen.

Hand aufs Herz: Vor ein paar Jahren war Škoda noch der pragmatische "Lastesel" für alle, denen ein VW zu teuer war. Heute? Heute läuft Škoda der Konzernmutter in Sachen Coolness und Absatzzahlen gefühlt den Rang ab. Die aktuellen Zahlen für 2025 beweisen: Die Tschechen sind nicht mehr aufzuhalten.

Mit weltweit 1.043.900 ausgelieferten Fahrzeugen (+12,7 Prozent) hat die Marke das stärkste Ergebnis der letzten sechs Jahre eingefahren. Der eigentliche Hammer ist aber der Blick auf unseren Kontinent: In Europa ist Škoda erstmals zur drittbestverkauften Automarke überhaupt aufgestiegen.

Jeder vierte Škoda hat einen Stecker

Für uns hier bei Elektroquatsch natürlich am wichtigsten: Wie läuft es mit der Wende zum Strom? Die Antwort: Verdammt gut. Ein riesiger Treiber für den Erfolg waren die elektrifizierten Modelle.

  • Der Stecker-Anteil: Jedes vierte ausgelieferte Modell (25,7 %) war 2025 ein E-Auto oder Plug-in-Hybrid.
  • Das Wachstum: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Fahrzeuge mit Ladebuchse mehr als verdoppelt (+117,5 %).
  • Deutschland als Zugpferd: Wir Deutschen lieben Škoda. Mit über 211.000 Auslieferungen ist Deutschland der größte Markt. Bei den reinen E-Autos gab es hier sogar ein Plus von über 106 Prozent.

Elroq und Enyaq jagen die Verbrenner

Klar, der ewige Bestseller Octavia ist mit über 190.000 Einheiten immer noch der König im Portfolio, gefolgt vom Kodiaq. Aber direkt dahinter drängen die Stromer nach vorne.

Der Elroq hat eingeschlagen wie eine Bombe und ist insgesamt das zweitbestverkaufte Elektroauto in der Region. In Ländern wie den Niederlanden oder Dänemark steht er sogar schon auf Platz 1. Der größere Bruder Enyaq hält sich wacker auf Platz 7 der europäischen E-Charts.

2026: Epiq und Peaq kommen

CEO Klaus Zellmer ruht sich darauf nicht aus. Für 2026 hat er Großes angekündigt: Das vollelektrische Portfolio wird verdoppelt.

  1. Škoda Epiq: Ein urbaner Crossover, der E-Mobilität bezahlbarer machen soll (quasi der elektrische Kamiq).
  2. Škoda Peaq: Ein siebensitziges Familien-SUV, das als neues Flaggschiff oberhalb des Enyaq positioniert wird.

Es bleibt spannend: Wenn Škoda so weitermacht, wird es für die Wolfsburger Kernmarke langsam eng im Rückspiegel. Fahrt ihr schon einen elektrischen Škoda oder wartet ihr auf den Epiq?

Artikel teilen