Tesla FSD: Belgien treibt Zulassungsverfahren voran
Die Freigabe von Teslas FSD (Supervised) durch die niederländische Straßenverkehrsbehörde (RDW) im April 2026 entfaltet eine starke Signalwirkung. Nachdem bereits Länder wie Italien ihr Interesse an einer beschleunigten Einführung bekundet haben, hat nun die flämische Ministerin für Mobilität, Annick De Ridder, bestätigt, dass die belgischen Behörden die Zulassungsunterlagen von Tesla prüfen.
Föderale Struktur und regionale Anerkennung
Aufgrund der föderalen Struktur Belgiens ist die Genehmigung für Fahrzeuge aufgeteilt. Die flämische Regierung hat angekündigt, die niederländische Typgenehmigung als Grundlage zu nehmen, um eine schnelle nationale bzw. regionale Anerkennung (Mutual Recognition) zu prüfen. Dies könnte es ermöglichen, dass FSD in Belgien noch vor einem zentralen EU-weiten Votum aktiviert wird.
Aktuelle europäische Roadmap für FSD
| Region / Land | Status des FSD-Rollouts |
|---|---|
| Niederlande | Seit dem 10. April 2026 zugelassen und im OTA-Betrieb; 10 Mio. km in knapp einem Monat gefahren. |
| Belgien | Flandern prüft beschleunigte Anerkennung der RDW-Zulassung (Entscheidung noch diese Woche erwartet). |
| Italien | Behörden fordern Beschleunigung und direkte Kooperation mit Tesla. |
| EU-Gremien | Europäischer Ausschuss (TCMV) befasst sich mit dem Thema; formelles Votum frühestens am 30. Juni 2026. |
Sicherheit und Daten-Evidenz
Der Erfolg in den Niederlanden dient als Blaupause. Die von den niederländischen Behörden erfassten Daten – über 10 Millionen gefahrene Kilometer in kurzer Zeit – belegen die hohe Stabilität des Systems auf europäischen Straßen. Sollte sich FSD durchsetzen, wird erwartet, dass auch andere EU-Staaten der niederländischen Linie folgen.
„Die Zulassung und die vorgelegten Dokumente sind nun bei meiner Verwaltung, und ich habe angewiesen, bis Ende der Woche Klarheit über eine mögliche beschleunigte Zulassung zu schaffen.“ – Annick De Ridder, flämische Ministerin für Mobilität.



