Bulli-Power ohne Fahrer: VW schickt den ID. Buzz in den L.A.-Verkehr
Die Straßen von Los Angeles werden um eine Attraktion reicher – und diese kommt ganz ohne Fahrer aus. Volkswagen hat unter der neu formierten Marke MOIA America (zuvor VW ADMT) mit dem On-Road-Testing des ID. Buzz Robotaxis begonnen. Die Flotte, die sukzessive auf über 100 Fahrzeuge anwachsen wird, dient als letzte Validierungsphase vor dem geplanten kommerziellen Start im Uber-Netzwerk Ende 2026.
Los Angeles wurde bewusst als Testmarkt gewählt: Die Stadt hat eine lange Historie in der Gestaltung der Automobilkultur und zeigt sich traditionell offen für neue Mobilitätskonzepte. Während der aktuellen Testphase befinden sich zur Sicherheit noch menschliche Operator hinter dem Lenkrad, um die Systeme in den komplexen Szenarien der Millionenmetropole zu überwachen.
27 Sensoren für maximale Sicherheit
Damit der elektrische Minivan sicher durch den "Dschungel von L.A." navigiert, hat MOIA ein beeindruckendes Hardware-Paket geschnürt. Die Technologie erfüllt alle Anforderungen für das autonome Fahren nach SAE Level 4:
- Sensoren-Suite: Insgesamt 27 Sensoren, darunter 13 Kameras, 9 LiDAR-Einheiten und 5 Radarsysteme.
- Rechenpower: Ein Hochleistungscomputer von Mobileye verarbeitet die Datenflut in Echtzeit und erkennt selbst schwierige Situationen mit Einsatzfahrzeugen.
- Remote-Überwachung: Für extreme "Edge Cases" kann das Fahrzeug jederzeit von einer Zentrale aus ferngesteuert oder unterstützt werden.
"Mit MOIA America schaffen wir eine einheitliche Marke für unsere autonomen Ambitionen in den USA. Zusammen mit Uber bringen wir Expertise auf eine Plattform, der Millionen von Fahrgästen bereits vertrauen." – Paul DeLong, Präsident MOIA America.
Innenraum: Mehr Platz für Passagiere
Das Interieur des ID. Buzz AD wurde für den Ride-Sharing-Einsatz optimiert. Anstelle des Beifahrersitzes befindet sich nun eine praktische Gepäckablage. Im Fond finden vier Passagiere auf komfortablen Einzelsitzen Platz. Sobald die behördliche Genehmigung vorliegt (geplant für Ende 2026), soll der Fahrersitz während der Uber-Fahrten komplett leer bleiben.
VW ID. Buzz AD: Zeitplan & Technik (Stand April 2026)
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Technologie-Basis | MOIA America (Software) & Mobileye (Hardware) |
| Autonomie-Level | SAE Level 4 (Vollautomatisiert) |
| Testflotte L.A. | > 100 Fahrzeuge (mit Sicherheitsfahrer) |
| Kommerzieller Start | Ende 2026 via Uber-App |
| Sitzkonfiguration | 4 Passagierplätze + Gepäckrack |
Fazit: Ein Meilenstein für den Volkswagen-Konzern
Für Volkswagen ist der Start in Los Angeles ein entscheidender Schritt, um im Rennen gegen Waymo und Tesla nicht den Anschluss zu verlieren. Der ID. Buzz ist aufgrund seines Raumangebots und des ikonischen Designs das ideale Aushängeschild für einen autonomen Fahrdienst. Wenn die Tests in L.A. erfolgreich verlaufen, steht einer Expansion in weitere US-Großstädte und perspektivisch auch nach Europa nichts mehr im Weg.



