Volkswagens 28.000-Euro-Hoffnung: Der ID. Cross zeigt sich
Volkswagen erhöht das Tempo bei bezahlbaren Elektroautos. Am Montag präsentierte der Konzern einen seriennahen, getarnten Prototyp des VW ID. Cross. Das Modell ist weit mehr als nur ein weiteres Mitglied der ID.-Familie: Es ist der strategische Angriff auf das volumenstarke Segment der City-Crossover. Mit einer Länge von rund 4,16 Metern orientiert sich der ID. Cross am Format des T-Cross, bietet dank der neuen MEB+ Plattform jedoch ein deutlich großzügigeres Innenraumkonzept.
Besonders attraktiv ist die Preisansage: VW peilt einen Einstiegspreis von etwa 28.000 € an. Damit rückt das Ziel, Elektromobilität für die breite Masse erschwinglich zu machen, in greifbare Nähe – insbesondere, da in vielen europäischen Märkten die staatlichen Förderungen 2026 ein Comeback feiern.
Technik-Check: LFP-Akku und Frontantrieb
Der ID. Cross bricht mit der Heckantriebs-Tradition der größeren ID.-Modelle und setzt konsequent auf Frontantrieb, was Kosten spart und den Stauraum optimiert. Käufer haben die Wahl zwischen zwei Batteriekonzepten:
| Feature | Einstiegsmodell (Base) | Langstrecken-Modell (Pro) |
|---|---|---|
| Batterietyp | 37 kWh LFP (Lithium-Eisen-Phosphat) | 52 kWh NMC (Nickel-Mangan-Cobalt) |
| Reichweite (WLTP) | ca. 250 - 280 km | Über 420 km |
| Ladeleistung (Peak) | ca. 100 kW | 130 kW (10-80 % in 24 Min.) |
| Antrieb / Leistung | Frontantrieb / ca. 110 kW | Frontantrieb / bis zu 153 kW (208 PS) |
Ein Auto, viele Gesichter: Das Martorell-Quartett
Der ID. Cross steht nicht allein. Er ist Teil einer Modellfamilie auf der MEB+ Basis, die gemeinsam im spanischen Martorell produziert wird. Wer keinen Crossover möchte, bekommt mit dem ID. Polo das klassische Schrägheck. Konzernschwester Skoda schickt den Epiq ins Rennen, der noch mehr Laderaum verspricht, während Cupra mit dem Raval die sportlich-emotionale Nische besetzt.
Das Design des ID. Cross folgt dem aktuellen "Rugged"-Trend: Eine aufrechte Front und eine erhöhte Sitzposition vermitteln SUV-Gefühl, auch wenn das Fahrzeug technisch ausschließlich für befestigte Straßen ausgelegt ist. VW setzt hier auf das Erfolgsrezept des T-Cross: Kompakte Außenmaße für die Stadt, kombiniert mit der Vielseitigkeit eines kleinen SUV.
„Der ID. Cross ist der Schlüssel, um die Elektromobilität aus der Early-Adopter-Nische in den Mainstream zu führen.“ – VW-Entwicklungs-Team.
Zeitplan und Marktstart
Die Weltpremiere der ungetarnten Serienversion wird für das vierte Quartal 2026 erwartet. Kurz darauf soll bereits die Produktion anlaufen. Damit reagiert VW auf den Erfolg des Renault 5 E-Tech und positioniert sich rechtzeitig gegen die wachsende Konkurrenz preiswerter chinesischer Kompaktwagen. Die volle Markteinführung über alle Derivate hinweg ist für 2027 geplant.
