Gläserne Manufaktur: Kein BYD-Einstieg in Sicht
Die Gerüchte um eine mögliche Teilübernahme oder die Nutzung der Gläsernen Manufaktur in Dresden durch den chinesischen Elektroautobauer BYD sind vom Tisch. Ein Sprecher von Volkswagen Sachsen dementierte entsprechende Berichte aus chinesischen Medien. Zuvor hatte das Branchenportal CarNewsChina spekuliert, dass der chinesische Autobauer BYD die Flächen zur Umgehung von EU-Strafzöllen für eine deutsche Endmontage nutzen wolle.
Zukunft der Gläsernen Manufaktur
Nachdem die Fahrzeugproduktion des VW ID.3 Ende 2025 ausgelaufen ist, steht das Gebäude vor einer neuen Ausrichtung. Volkswagen hält an dem Plan fest, gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und der Technischen Universität Dresden einen Innovationscampus aufzubauen und den Standort zumindest als Auslieferungsort für Fahrzeuge zu erhalten.
Die Gerüchte im Faktencheck
| Aspekt | Bericht / Gerücht | Faktenlage (Stand Mai 2026) |
|---|---|---|
| Verhandlungen | BYD und VW verhandeln über Teilübernahme | Dementiert von Volkswagen Sachsen. |
| Investitionssumme | 50 Millionen Euro | Spekulativer Natur; unbestätigt. |
| Geplante Nutzung | Fertigung von Elektroautos, um Zölle zu umgehen | Weiterhin als Innovations-Hub und Auslieferungszentrum geplant. |
Hintergrund der Spekulation
Dass die Meldung hohe Wellen schlug, liegt vor allem an der strategischen Marktlage: Chinesische Hersteller wie BYD, Xpeng oder SAIC suchen nach Wegen, die zusätzlichen EU-Ausgleichszölle auf chinesische E-Auto-Importe zu umgehen. Ein Produktionsstandort mit dem Label „Made in Germany“ hätte für BYD eine hohe Symbolkraft. Dennoch erteilte VW diesen Überlegungen eine klare Absage.
„Wir weisen diese Spekulation entschieden zurück.“ – Sprecher von Volkswagen Sachsen.



